Roger Köppel im Gespräch mit Björn Höcke

Weltwoche Daily • Juni 2026 • Vollständiges Transkript (korrigiert)

Das Gespräch dreht sich um die existenzielle Lage Deutschlands, Identität, Geschichte und die Rolle am Omegapunkt.

Björn Höcke:

Ich glaube, dass Deutschland existenziell in einer Art und Weise bedroht ist, wie es in seiner Geschichte noch nie bedroht war. Dieses Land hat viele Jahrzehnte gebraucht, um sich zu regenerieren, aber diesmal ist die Lage noch ernster. Die demografische Entwicklung in Kombination mit der Zuwanderung bedeutet das „Phoenis Germaniae“ – das Ende Deutschlands und übrigens dann relativ kurz danach auch das Ende der Schweiz.

Björn Höcke:

Glauben Sie mir, verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich bin kein Antiamerikaner. Ich möchte nur das Recht meiner Nation, das Recht der europäischen Nationen auf ein Eigenleben. Souverän ist derjenige, der die Staatsgewalt in den Händen hält. In einer Demokratie sollte das Volk souverän sein. Stattdessen ist es eine Elite, die mit Deutschland nichts anfangen kann und im schlechtesten Fall Deutschland sogar hasst.

Björn Höcke:

Das ist, glaube ich, etwas sehr Typisch-Deutsches: der Kampf gegen sich selbst, sich selbst immer in Frage zu stellen, von Selbstzweifeln genährt dann sogar am eigenen Untergang zu arbeiten – alles oder nichts. Es gibt auch kein Zurück in die Vergangenheit. Ich will nach vorne. Die Kriegsrhetorik von Merz über Kiesewetter, Strack-Zimmermann und wer da alles ist, ist unerträglich.

Roger Köppel:

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Ich bin der Versöhner. Grüß Sie miteinander. Ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüße Sie zu einer weiteren Sondersendung von Weltwoche Daily. Die andere Sicht: unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich.

Mein heutiger Gast und das ist für mich eine große Ehre, ist aus Deutschland angereist und ich glaube zum ersten Mal hier in diesen Gefilten vielleicht erzählt das uns dann nachher und er ist, ich glaube, man darf das

02:03 sagen, ja, Herr Höcke, die größte Reizfigur der deutschen Politik. Auf das sind sie ja auch schon 100tmal angesprochen worden, gleich vor ein paar Wochen bei einem sehr erfolgreichen Podcast, den sie da aufgezeichnet haben. Sie sind ein polarisierender Politiker und in der Politik geht's ja um die Auseinandersetzung und deshalb sagt man ja, dass eigentlich die umstrittenen Politiker im Grunde die interessantesten sind.

02:35 Es freut mich sehr, dass Sie da sind. Herzlich willkommen hier in meinem Büro. Ja, vielen Dank lieber Köppel. Freue mich hier zu sein in Zürich. Ähm zwischen vielen Büchern. Schöne Atmosphäre, fühle ich mich spontan sehr wohl, muss ich sagen. Und ja, freue mich auf unser Gespräch. Sind Sie eigentlich schon öfters in der Schweiz gewesen oder ist das Neuland? Terraincognita für Sie? Nein, nein, nein.

02:59 Also natürlich jetzt nicht so regelmäßig, aber doch schon, dass ich sagen kann, so bisschen Schweizerfahrung habe ich schon. äh überwiegend Urlaubserfahrung und ähm aber auch einfach mal Besuche bei guten Freunden, die sich mittlerweile hier niedergelassen haben und äh die sich hier sehr wohlfühlen. Ja, und wenn ich hier reinkomme in die Schweiz, wie gesagt, ich bin ja gerade mit dem Auto angereist aus Deutschland und wir sind eigentlich ganz gut durchgekommen für deutsche Verhältnisse an der Schweizer Grenze, hat's dann gestockt, weil die Kollegen Grenzbeamten

03:27 ihre Aufgabe sehr ernst genommen haben und sehr akribisch kontrolliert haben, hat mir sehr gut gefallen. Gratulation an die Schweizer Grenzpolizisten an der Stelle. Und dann ging es natürlich im typischen Schweizer ja gemächlichen Tempo weiter bis nach Zürich. Es ist für den Deutschen nicht ganz einfach, sich an die an die Fahr ähm an die Fahrkultur so anzupassen, ne? Das ist also alles sehr kleinteilig und gemütlicher und man weiß ja, wenn man 2 3 km zu schnell fährt, dann wird man drakonisch bestraft und das will man natürlich vermeiden.

03:57 Ja. Und nicht zuletzt aufgrund der großen Attraktivität der Schweiz für Deutsche haben wir hier jetzt etwas verstopftere Straßen. Das müssen wir auch festhalten. Thüringen, sie leben ja in Thüringen in Erfurt sind sie politisch tätig. Sie sind Fraktionschef der Alternative für Deutschland und sie sind auch Co Landeschef oder wie sagt man Parteichef der AfD Thüringen.

04:23 Jetzt Thüringen ist ja ein interessantes Bundesland. Sie stammen ursprünglich aus dem Westen Deutschlands, sehr weit aus dem Westen eigentlich und Thüringen ist ja ganz im Zentrum sozusagen in der Mitte der Mitte gelegen. Gibt's Händlichkeiten zwischen Thüringen und der Schweiz? Gibt's da Parallelen? Also Thüringen ist auch ein sehr kleinteiliges Land.

04:49 Äh Thüringen verfügt über eine beachtliche, wunderbare Residenzkultur, äh die auch über mehrere hundert Jahre Träger von kulturellen Höchstleistungen war. Also nicht umsonst hat Gothe Thüringen Zeit seines Lebens sehr geschätzt und auch viele Jahre seines Lebens in Thüringen verbracht. Ähm, also die Kleinteiligkeit könnte man mit der Schweiz vergleichen, die ich auch als sehr kleinteilig empfinde.

05:13 Ähm, ansonsten ist Thüringen für mich tatsächlich so etwas oder könnte so etwas werden wie das Piemmont Deutschlands. Das ist eigentlich meine Zielsetzung gewesen, als ich in die Politik eingestiegen bin. Ich bin aber schon vorher in Thüringen ansässig geworden und hat mich eingelebt. Ähm, aber Thüringen hat ähm ja eine besondere politische Ausgangslage.

05:35 Wir haben eine interessante Konstellation. Es gibt keine Mehrheit mehr der Kartellparteien. Ich bezeichne die Altparteien gerne als Kartellparteien, weil sie inhaltlich ununterscheidbar geworden sind und sich eigentlich nur noch in ihrem Macht Willen äh halten können ähm und zusammengeschlossen haben für ihr für die Durchsetzung ihrer Machtinteressen gegen die Alternative, die die einzige Opposition in Deutschland ist.

05:54 Das ist so die letzte Verteidigungslinie des Establishments gegen die AfD und das erleben wir in Thüringen hautnah. Wir haben mittlerweile auch die sogenannte Sperrminorität, also sind über 33% der Abgeordneten. Wir nennen das eine Gestaltungsminorität, keine Sperminorität, weil wir uns tatsächlich nicht als Blockadekraft verstehen.

06:11 Ähm, ein Ministerpräsident führt dieses Bundesland, der angeschlagen ist, der eine Plagiathäre hat, der als ähm Prototyp des Aparachics gilt und eben nicht für die Veränderung steht, die immer mehr Thüringer und immer mehr Menschen im Osten der Republik wollen. Und von daher sind wir da, wie gesagt in einer in in einem Experimentierfeld unterwegs, dass es auch viele Freiräume bietet und uns ganz viel ja Potenzial ähm äh für die Zukunft verheißt.

06:38 Es macht Spaß mit Thüen Politik zu mal für die AfD. Ja, ich sehe, sie sind schon voll im politus. Ich komme da gleich auf die Versuchsanlage dieses Interviews zu sprechen. Vielleicht in einem Satz: Wie würden Sie einem Schweizer die Thüringer Mentalität, den Thüringer die Thüringeringen erklären? Die Thüringer sind das bestätigen auch Umfragen, die ich kenne, die in den letzten Jahren erhoben worden sind, sehr heimatverliebt sind wahrscheinlich ja, die gehören zu den Heimat heimatverliebtesten Deutschen, muss man

07:12 sagen. ähm haben ein ganz ausgeprägtes Bewusstsein für ihren Wald. Der Thüringer Wald, das grüne Herz Deutschlands, ähm wird gehegt und gepflegt und ähm als ähm ja Rückzugsort auch erlebt und und unter die Wanderschuhe vor allen Dingen genommen, ne? Ähm und die Thüringer sind und das sind auch Ergebnis von Umfragen sehr Demokratie verliebt.

07:36 Sind also ganz große Befürworter der Demokratie. In der aktuellen Umfrage das mit 90% Zustimmung. Äh allerdings halten noch 44% äh die Demokratie in Deutschland für ein für funktionierend. Also die Diskrepanz ist historisch hoch, ist letztes Jahr gemessen worden im Rahmen des sogenannten Thüringenmonitors und auch das würde ich mit den Thüringern verbinden.

07:57 Sie sind ein ein deutscher Stamm in Anführungszeichen, der über eine lange Tradition verfügt. Äh um das Jahr 500 gab sogar mal eine Königreich Thüringen, das dann von den Franken erobert worden ist. Ähm, sie sind sehr freiheitsliebend und sie sind ja große Demokratieunterstützer, ähnlich wie die Schweiz. Und ich glaub, viele Thüringer wünschten sich auch mehr Volksgesetzgebung, mehr direkte Demokratie und das äh ist auch eine Parallel zu Schweiz sicherlich.

08:21 Meine Damen und Herren, bitte verzeihen Sie diesen überfallartigen Unterbruch. Ich werde das Mikrofon selbstverständlich dem Moderator gleich wieder zurückgeben. Doch vorher habe ich noch eine ganz wichtige Durchsage. Abonnieren Sie die Weltwoche. Gegensteuer, die andere Sicht. Unabhängig, kritisch, gut gelaunt.

08:44 Seit über 90 Jahren. Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Alle Angaben und Informationen finden Sie unter diesem Video. Vielen herzlichen Dank. Sind wir schon bei interessanten Parallelen angelangt. Ich möchte Ihnen kurz erklären, wie ich mir eigent dieses Interview vorstelle.

09:10

Sie sind ja jetzt groß in den Medien gewesen nach diesem Podcast, der wirklich fur gemacht hat mit Ben Bernt. 5 Millionen Zuschauer, also eine gewaltige Resonanz. Sie sind eigentlich schon ziemlich alles gefragt worden und wir müssen es ja immer ein bisschen anders machen als die anderen. Das ist die Weltwoche.

09:27 Und ich habe hier so eine Reihe von Büchern auf den Tisch gelegt, die mir so etwas als Gedächtnisze blinzelt mir Angela Merkel entgegen. Ja, ja, ja, ja. Warten Sie warten Sie jetzt. Warten sie jetzt. Äh und äh die zwei Leidfragestellungen, Lefragestellungen unseres Gesprächs, die kreisen eigentlich um zwei Bücher und ich zeige das mal den Zuschauern hier.

09:51 Das erste Buch ist von Karl Jaspers, ein bedeutender deutscher Philosoph, der in Basel gelehrt hat und dort auch prägend gewirkt hat. Und er hat in den 60er Jahren Herr Höcke, dieses Buch geschrieben, wohin treibt die Bundesrepublik? Und er hat darin unter anderem die These aufgestellt, dass die Parteien eine viel zu große Macht hätten in der Bundesrepublik.

10:15 Das sei eine Fehlkonstruktion des Staates. Das sagt also nicht Björn Höcke, der AfD Vorsitzende Thüringen, sondern der deutsche Philosoph Jasper. So, wohin treibt die Bundesrepublik? Das ist eine Frage, die wir heute klären müssen. Und die zweite Frage, die es äushang zu bearbeiten gibt, ist auf diesem Buchtitel formuliert Dieter Borchmeier.

10:38 Was ist Deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst. Pieter Borchmeier, was ist Deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst. Das ist ja auch ein Thema, dass sie beschäftigt, ähm, dass sie umtreibt und man sieht ja schon, meine Damen und Herren, das Buch ist relativ dick geraten. 1

10:59 Also offensichtlich handelt es sich hier, Herr Höcke, um eine hochkplizierte hochkplizierte Frage. Nun, wir haben das erste Interview zusammen geführt. Ich durfte Sie interviewen vor fast 7 Jahren in Erfurt im Thüringer Landtag. Das war noch eine ganz andere Zeit. Da war noch eine andere Regierung. Es war noch vor Corona. Es war vor dem Einmarsch der Russen in der Ukraine. 1

11:28 Sich viel getan, wenn sie heute auf Deutschland schauen. Diese Erinnerung noch etwas im Hinterkopf. Mit welcher Grundstimmung tun Sie das? Mit was für einem Empfinden schauen Sie heute auf Deutschland? mit dem Empfinden größter Sorge um die Zukunft meines Landes und Volkes. Ich glaube, dass Deutschland existentiell in einer Art und Weise bedroht ist, wie es in seiner Geschichte noch nie bedroht war.

12:04 Den 30-jährigen Krieg mit eingeschlossen, der ja ein Tiefpunkt deutscher Geschichte war. stellenweise zwei Drittel des deutschen Volkes erschlagen, durch solchen umgekommen, durch Kriegsereignisse ums Leben gebracht worden, äh Hunger. Dieses Land hat viele Jahrzehnte gebraucht, um sich zu regenerieren, aber diesmal ist die Lage noch ernster, weil unsere innere Substanz zur Disposition stell steht.

12:31 Nicht nur die deutsche Substanz, sondern die europäische Substanz oder auch die Substanz des Westens. Und weil wir eine Kombination aus äh demografischem Niedergang und millionenfacher Zuwanderung aus kulturfremd nicht integrierbaren äh Kulturen haben, die äh ja die die Zukunft, die das Bestehen des deutschen Volkes und europäischen Völker fragestellt und damit auch letztlich die Gemeinschaften, die kultur prägend über Jahrhunderte waren in Mitteleuropa und in Europa und die Träger von Kultur sein können überhaupt sein können. Ja. Ähm

13:07 deswegen brauchen wir eine eine fundamentale politische Wende. Wir brauchen tatsächlich einen, na, das ist zwar ein Begriff aus dem Kommunismus, aber ich verwende den jetzt mal hier einen Sprung nach vorne. Wir müssen uns befreien. Ähm, vor den Deutschen liegt ein großer Emanzipationsprozess und wenn Sie an diesem Emanzipationsprozess scheitern, wird Deutschland scheitern und wenn Deutschland scheitert, scheitert auch Europa.

13:30 Wir haben so viel Verantwortung ähm zu tragen und ähm es steht auf Messerschneide. Das ist mal so meine spontan Anordnung. Also, es macht keinen Spaß, um mal den Begriff, na, der Begriff Spaß ist sowieso für die Politik fehl fehlgesetzt. Ähm, es macht aber auch keine Freude. Freude ist für mich ein ein Unterschied zum Spaß haben.

13:48 Also Freude ist etwas langfristig angebahntes, was auch länger durchträgt. Äh, Spaß ist etwas, was relativ spontan entstehen kann, aber schnell vergeht. Es macht aber auch keine Freude für ähm für Deutschland im Augenblick Politik zu machen, weil die Lage wie gesagt desaströs. Ähm, jetzt muss ich gerade ein an ein eine Stelle denken aus einem Buch über Bismarck ähm, dass ich mal gelesen habe, da beschreibt Bismarck ähm die ähm gesellschaftlichen Abende, die er gegeben hat äh im Rahmen seiner Reistagsitzung und ähm da stand dann

14:19 Weggefährte von Bismarck auf und brachte einen Toast aus mit der Einleitung, das war muss um die 1880er gewesen sein, mit der Einleitung es ist eine Freude zu leben. und als deutscher Politiker seinem Vaterland dienen zu dürfen. So ungefähr lautete der Tenu dieses dieses Toastes. Es ist eine Freude zu leben und dem deutschen Vaterland deutscher Politiker dienen zu dürfen.

14:46 Was für eine Zuversicht aus diesem Toast heraus äh ein ja anspringt? Was für eine was für eine hoffnungsfrohe äh Wortwahl. So ein Toast würde ein deutscher Politiker heute nicht ausbringen können. Mit guten Gründen leider. Sie haben nicht so eine Reihe von Phänomen beschrieben, die auch in der in der Publizistik nich in den in der Politik eine Rolle spielen.

15:11 Zuwanderung äh paar andere Dinge, wenn man es von außen anschaut, Deutschland sag aus der Schweiz tatsächlich sieht man ja die Wirtschaft funktioniert nicht. Es ist sehr viel Stress im System drin. Es gibt eine ganze Reihe von Missständen, die sie natürlich täglich auch in ihrer politischen Arbeit und ihre Partei bewirtschaften.

15:32 mich interessiert aber in diesem Gespräch vielleicht etwas weniger der Parteipolitiker Björn Höcke als viel mehr der ja Zeitgenosse, wenn man so will, Björn Höcke, der Geschichtslehrer Björn Höcke, ja auch der der Politiker, der sich geistig mit diesem Land und seiner Geschichte auseinandersetzen, seiner Kultur, wenn Sie das jetzt also alles, was Sie so angeschnitten haben, als Symptom nehmen, wo steckt ihrer Meinung nach der Wurm? drin.

16:04 Was ist sozusagen das Urproblem, wenn man jetzt diese Probleme, die Sie da geschildert haben, einfach mal als Ausprägung oder vielleicht eben als Symptome, gibt's da irgendetwas tieferes? Was was läuft eigentlich schief? Was ist eigentlich los mit Deutschland, dass sich jetzt diese Kumulierung von Missständen hier abbildet? Ich glaube, es gibt eine Fehlentwicklung ähm des sogenannten Westens im ganzen.

16:31 Deutschland ist im Augenblick Teil dieses Westens, obwohl es nicht historisch in diesem Westen hineingewachsen ist oder in diesem Westen geboren wurde, wie ich das auch für Europa festhalten möchte. Europa hat nach dem Zweiten Weltkrieg eine eine Westprägung angenommen aus pragmatischen Gründen, ist aber eigentlich vom Kern nichtwesten.

16:50 Ähm Deutschland ist Teilas, hat diese Prägung auch mit angenommen und aus besonderen Gründen besonders stark mit angenommen und hat sich von seiner eigenen Identität ähm entfernt bzw. ist von seiner eigenen Identität entfernt worden. Ich glaube, es war Heinrich von Siebel, ein Deutsch Historiker des 19. Jahrhunderts, der dem Sinn nach mal ausgeführt hat, eine Nation, die die Zusammenhänge mit den eigenen Ursprüngen nicht bewahrt, wird verdorren, genauso wie ein Baum, dem man die Wurzeln abtrennt.

17:37 Deutschland hat die Zusammenhänge mit seinen Ursprüngen nicht bewahrt bzw. ist als besiegtes Land von diesen Ursprüngen systematisch entfremdet worden. Ähm vielleicht kann ich an der Stelle noch einen eine Aussage von Bert Brecht anfügen, die glaube ich auch passend ist. Ähm, sehr bekannt.

18:01 Bert Brecht hat mal gesagt und immer noch schreiben die Sieger die Geschichte der Besiegten. Den Unterworfenen entstellt man das Antlitz. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge. Nee, entstellt man die Züge? Dem Unterworfen und dem Besiegten entstellt man die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere. zurückbleibt die Lüge.

18:29 Ich glaube, dass kaum einmal in der Geschichte der Menschheit, einem Volk gründlicher die Züge entstellt worden sind als dem deutschen Volk nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir sind aus den natürlichen Bezügen unserer Ursprünge herausgerissen worden. Ja. Und diese Entremung von uns selbst, diese Identitätlosigkeit, die wir mit uns durchtragen, war so lange zu akzeptieren oder zu managen, zu übertünchen, solange die Substanz da war, die unsere Vorfahren aufgebaut hatten.

18:59 ähm die wirtschaftliche Substanz vor allen Dingen Deutschland und die Bundesreik Deutschland hat sich ja nach dem Zweiten Werkrieg eigentlich nur noch als Wohlfahrtsstaat definiert, als erfolgreicher wirtschaftlicher Wohlfahrtsstaat und jetzt sind ist diese Substanz aufgezerrt und die Regeneration ist nur möglich, wenn wir unsere Identität wieder erlangen.

19:17 Deswegen ist diese Aufgabe, die vor uns liegt, wirklich eine historische Aufgabe. Also eben eine Identitätssuche, die Suche einer Nation nach sich selbst, wie das hier der die Burgmeier zeigt. Wir haben übrigens noch eine Reihe von anderen Büchern hier, die vielleicht auf diese Identitätssuche streifen können.

19:35 Ich habe h die Angela Merkel tatsächlich etwas prominent platziert, um sie zu provozieren. Wir haben da einen anderen Buchtitel die Rolle des Bösen in der Weltgeschichte, der deutsche Charakter in Europas Geschichte. Dann da noch biographische Notizen zu Franz Josef Strauß, Helmut Kohl, aber auch Gerhard Schröder alles Exponenten unterschiedlicher deutschen Identitäten.

19:58 Sie beschreiben diese Identitätskrise oder eine Funkstörung Deutschlands mit sich selber, mit seiner Vergangenheit. Da, wenn ich mich jetzt zurückerinnere, die 70er Jahre war ich noch Kind, 80er Jahre, sogar die 2000er Jahre in Berlin. Ich hatte den Eindruck, das war eine Bundesrepublik, die mehr in sich ruhte als heute. 2

0:20 Also damals vor dem Hintergrund schon diese Erfahrungen, die sie schildern, Deutschland in Gleist ist gewissermaßen sich selber abhanden gekommen, hat sich in einen Höllenschlund hineingerissen und Millionen andere in diesem fürchterlichen Kriegen. Aber irgendwie hat man es doch geschafft nach dem Krieg auf den Trümmern ein Deutschland eine Bundesrepublik aufzubauen, die eine Identität zu haben schien.

20:46 Was ist denn da Herr Höcke, schiefgegangen, dass sie jetzt zu einem so düsteren Fazit eigentlich kommen? Und ich glaube, sie stehen eben nicht alleine mit dieser mit dieser Analyse. Also, die Frage erfordert eigentlich eine sehr komplexe Antwort. Ich versuch es mal ein bisschen zu reduzieren. Ich glaube, dass es eine Bundesrepublik Deutschland bis zu Wende gibt und eine Bundesrepublik Deutschland danach. 2

21:10 Die internationalen Rahmenbedingungen haben sich völlig verändert mit der Wende, mit dem Zusammenbruch des Ostblocks. Ganz entscheidend, ja. Ähm, die Bundesrepublik Deutschland West hatte nach dem zweiten Weltkrieg die Möglichkeit ähm auf der Basis der noch vorhandenen gemeinschaftsorientierten Werte und Sitten eine prospirierende Wirtschaft aufzubauen.

21:36 Die soziale Marktwirtschaft, die äh den Deutschen auch als Wirtschaftsform gemäß ist. Die Deutschen haben ja eine sehr lange auch eigenständige volkswirtschaftliche Tradition, die schon Mitte des 19. Jahrhunderts mit List und Rodertus und anderen beginnt dann über Schmoller, der ein wichtiger Ökonom im deutschen Kaiserreich war.

21:57 Ähm Sombart Spengler hat sich auch mal ökonomisch versucht, dann bis zum Ordoliberalismus eines Amar oder ähm Euken geht. Ähm und das die Frage, die alle diese ökonomischen Denker beschäftigte, war eigentlich immer, wie persönlich das Ich mit dem Wir? In der sozialen Marktwirtschaft ist uns das gelungen. Nach dem Fall äh des eisernen Vorhangs, nach dem Ende des sozialistischen Konkurrenzmodells ist der Kapitalismus des Westens dann freigedreht und hat sich in einer Art und Weise ähm ausgelebt, die heute muss man sagen, Demokratie geft ist, weil Vermögen

22:33 entstanden sind durch Kapitalakkumulation, die so gewaltig sind, äh dass das Machtpotenziale wirgt ähm die wirklich Staaten zu Fall bringen können. Ähm und ich glaube, wie gesagt, dass die Deutschen wie gesagt im in dieser Blockkonfrontation in der in der Ost-Westauseinandersetzung im Windschatten der USA als Vasal natürlich der USA ein Ruheraum hatten, wo sie noch mal viel von dem leben konnten, was sie auch vor 1945 waren.

23:01 Jetzt natürlich nicht, aber das, was auch über die Jahrzehnte davor durchgetragen worden ist als an deutschem Wirtschaftsdenken, an deutschen Werten, die berühmten preußich oder deutschen sekundärtugen etc. pp. und dass dann die Welt nach 1990 in Bewegung geraten ist und wie gesagt dann dadurch, dass die Konkurrenz des Sozialismus nicht mehr da war, äh der Zugriff auf die deutsche Wirtschaft erfolgt ist im ähm im neoliberalen Sinn, um das mal abzukürzen.

23:27 Das heißt, die Deutschland AG ist zerschlagen worden, die ein ganz großer Stabilitätsfaktor für die soziale Marktwirtschaft war. äh dann ist die äh ist der Niedriglohensektor extrem aufgeblasen oder aufgeäh aufgebläht worden. Ähm der Mittelstand ist jetzt mittlerweile sehr stark unter Druck in Deutschland. Das sind so die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die die Versöhnung von Ich und wir immer unwahrscheinlicher machen bzw. 23:54 die dazu führen, dass sich die Gesellschaft entsolidarisiert und dass vor allen Dingen mit dem Wegbrechen des Mittelstandes auch die, na, sagen mal, die demokratische Wirbelsäule labil wird. Und das macht mir sehr sehr große Sorgen. Ja, also die die auseinander ähm das auseinanderspreizen auch des Lohngefüges. Es gab in in der alten Bundesrepublik Deutschland ähm gab es ein ungeschriebenes Gesetz, dass der dass der einfache Arbeiter und äh dass der dass der Manager eben nicht 500 oder 1000 äh Gehälter Einheiten auseinanderlagen, sondern maximal 100. 24:28 Und nach dem nach dem Epochen Jahr 1990 hat sich dann haben sich die Gehälter der Sportler, der der Vorsitzenden der großen äh Unternehmen in in Deutschland immer weiter von dem Normalverdienerniveau entfernt. Also diese diese Spreizung wurde immer größer. Die Gesellschaft hat sich entsolidarisiert und der gesellschaftliche Zusammenhalt ist weniger geworden. 24:48 Und das ist eigentlich etwas, was die Deutschen nicht lieben, weil sie gerade Gerhard Schröder äh ähm zitiert haben. Ich glaube, es war entweder Gerröder oder Herelmut Schmidt. Korrigieren Sie mich. wissen es ist besser. Einer von beiden hat mal diagnostiziert, die Deutschen sind ein sozialdemokratisches Volk, was ich sehr treffend finde als Analyse. 25:05 Also das hat mir übrigens, als ich noch Chefredoktur bei der Welt war in Berlin, das hat mir Angela Merkel immer gesagt, die Deutschen seien sozialdemokratisches Volk und sie sei eigentlich immer das kleinere Übel als die Sozialdemokraten. Und wenn man eine Politik mache der Leitartikler der Welt oder der Frankfurter allgemeinen Zeit, da würde man sofort abgewählt. 25:25 Das war so das Mantra von Merkel. Aber wir waren bei der Identitätskrise. Warum ist diese bundesrepublikanische, nennen wir es Idlle der Nachkriegszeit im Zuge dieser Wiedervereinigung irgendwie in Gleist oder abhanden gekommen? Sie haben das, sie sind ja aufgewachsen in der alten Bundesrepublik, waren dort auch schon eine Identitätsstörung da, ihrer Meinung nach? Ja, na klar. 25:51 Also die Bundesrepublik Deutschland, die alte Bundesrepublik Deutschland hatte eine massive Identitätsstörung. Warum? Ähm sie war ähm sie ist ja nun auch staatsrechtlich als ähm ganz bewusst und das kann man sicherlich auch nicht unbedingt kritisieren als als Gegenmodell zum Nationalsozialismus gegründet worden, hat aber das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, wenn ich mich mal so ausdrücken darf, hat also das Konzept der werhaften Demokratie aufgebaut, die am Ende und wir sind gerade in dem Zustand in Deutschland, wo 26:19 wir leben müssen, dass das Konzept der wehrhaften Demokratie gegen die Demokratie eingesetzt wird. ähm die die letztlich die letztlich versäumt hat, die Kontinuität deutscher Geschichte zu beschreiben, das vor allen Dingen ein Eliten Elitenversagen. Ja, wir haben natürlich dann auch die die 68er Kulturrevolution, die jetzt nicht nur eine deutsche Kulturrevolution war, die uns ähm die Vergangenheit in Frage gestellt hat, die die Traditionen und Werte, die Gemeinschaftsorientierung kritisiert hat. Das war natürlich oder 26:57 ist ein Phänomen, dass alle ähm westeuropäischen äh Staaten, alle westlichen Staaten mitgemacht haben, ne? also die 68er Emanzipation und ähm das sowieso schon schwach ausgeprägte Selbstbewusst nach dem verlorenen Krieg äh der Deutschen ist dadurch natürlich noch mal weiterminiert worden, weil eigentlich alles das, was äh die Deutschen noch hatten an Fundament, ja, z.B. 27:20 die deutschen Tugenden, auch mies und lächerlich gemacht worden sind durch die 68er, ne? Und in der Folge gab's dann Bildungsreformen. Ähm irgendwann wurde auch der Bildungsfleis diskreditiert. Wir waren mal Bildungsnation Nummer 1. Deutsch war mal die Wissenschaftssprache Nummer 1. Mittlerweile sind wir in der Bildung weit abgeschlagen und im freien freien Flug nach unten. Ja. 27:40 Ähm also auch schon die Bundespublik Deutschland war kein Staat, in dem die Deutschen bei sich selbst waren, sondern war schon ein verzerrter Staat, ein Staat, der ganz bewusst in die Diskontinuität hineingegründet worden ist. und ähm die ähm die dann von den natürlich von den Siegermächten äh auch stark beeinflusst worden ist. 28:01 Stichwort Reeducation äh Charakterwäche. Ja, also das Deutsche sollte den Deutschen ja ausgeprügelt werden. Das hat man auch wirklich äh mit Hilfe von von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Jahrzehnte sehr systematisch gemacht. Aber und das muss man auch sagen, die Allianten haben es dann irgendwann nicht mehr weitergemacht und es gab Willige Volstrecker in Deutschland, die den Kampf gegen sich selbst weitergeführt haben und das ist glaube ich etwas, was sehr sehr typisch deutsch ist. 28:21 Ja. Der Kampf gegen sich selbst, sich selbst immer in Frage zu stellen, immer weiter zu bohren, nicht zufrieden zu sein mit dem, was ist, äh sondern wirklich von Selbstzweifeln genährt dann auch sogar am eigenen Untergang arbeiten. Alles oder nichts. Äh, goldene Mitte schwer mit den Deutschen, ja, also nicht umsonst sind die deutschen äh Erfinder des Idealismus. 28:43 Kein anderes Volk hätte diese Philosophie so vorbringen können. Kein anderes Volk. Äh, mit der Gefahr, aber auch immer komplett auf die Nase zu fallen, weil man zu hoch hoch fliegt, ne? Ähm, also mit einer wirklich deutschen Gründlichkeit hat man die eigene Identität dann, nachdem die Alliierten mit der Oberziehung nachgelassen haben, dann weiter zielstrebig eliminiert äh um ja irgendwie von diesen 12 Jahren wegzukommen. 29:07 Und ähm man hat dann auch versäumt im Jahr 1990, als die Berliner Republik so langsam aus der Taufe gehoben wurde, ein neues Selbstbewusstsein zu schaffen. Das war ja die Möglichkeit war ja da. er dieweltmeisterschaft 1990 wo die wo Deutschland zum ersten mit einer wenn ich mich nicht täusch mit einer gesamteutschen Mannschaft auf gelaufen ist oder vielleicht war es dann die Europameisterschaft danach aber jedenfalls war das das Jahr der Deutschen. 29:31 Die Einheit war unterschrieben worden, 3. Oktober 1990 der Einheitsvertrag, dann die Weltmeisterschaft in Rom. Äh, das war ein Sommermärchen, das wir in Deutschland erlebt haben. Da lag etwas in der Luft und wenn wir dann beherzte Staatsmänner an der Spitze gehabt hätten, die eben nicht das äh hätten sein dürfen, was sie leider damals auch schon waren, eine fremdbeherrschte, fremdbestimmte Elite, keine deutsche Elite, dann wäre wirklich in dieser historischen Schleusenzeit ganz ganz viel möglich gewesen. 29:57 Man hat die Chance verpasst und Deutschland ist dann auch ganz schnell wieder in die Kette gelegt worden. Stichwort Maßtrichtvertrag. Also, ich halte jetzt mal hier dagegen und sage und leg mal ein Player für Deutschland und für die Bundesrepublik ein und sage das, was Sie als eine Art Kultur der Selbstzerfleischung bezeichnen, ist ja im Grunde eine der größten Stärken der Deutschen, nämlich die Selbstkritik. 3

0:17 Ist ja nicht schlimmer, als wenn sie eine Bevölkerung haben, die überhaupt nicht selbstkritisch sind. Vor allem auch nach dieser Geschichte gibt ja auch genügend Gründe selbstkritisch zu sein. Und das zweite, die Bundesrepublik ist nicht die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik. eine Dementierung, eine Widerlegung ihrer These, dass das dort eine Identitätsstörung vorhanden war. 3

0:39 Jetzt aus meiner subjektiven Wahrnehmung hatte ich das Gefühl, diese Politiker Helmut Kohl, Helmut Schmidt, ein Gerhard Schröder auch andere, das waren Persönlichkeiten, die irgendwie trotz allen Brüchen, die sie auch noch erlebt haben oder am Rande miterlebt haben, das waren noch Charaktere, die in sich geruht haben. 3

1:04 Das heißt, die haben eigentlich nicht diese Zerrissenheit verkörpert, die sie hier darstellen. Ist das nicht etwas eine, ich sage jetzt mal Karikatur der Bundesrepublik bzw. hat das, was wir heute erleben, nicht irgendwie eine andere Ursache? Ich versuche dem irgendwie nazchuspüren. Na ja, die Bundesrepublik Deutschland West, also die alte Bundesrepublik war eine Biedermeier Republik noch mal. 3

1:27 Sie lebte nicht gegen Biedermeier. Ja, man kann noch mal man kann ja durchaus als Biedermeier gut und glücklich leben, aber wir konnten es aus zwei Ursachen heraus so tun, also die alte Bundesrepublik und die Bewohner der alten Bundesrepublik. Erstens, es gab noch unheimlich viel Substanz, das durch die Generation vor uns aufgebaut worden ist. 3

1:51 Und das zweite, wir haben in Windschatten der Weltgeschichte gelebt durch die Blockkonfrontation. Dadurch, dass wir als Vasal der USA, dem Hegemon gegenüber sowieso keine Möglichkeiten hatten, eigenständig zu operieren, waren wir gar nicht gezwungen, eigenständige Politik zu betreiben, deutsche Interessen zu definieren und auch die Handlungsspielräume zu erweitern. 3

2:12 Das war ja gar nicht notwendig bzw. war unmöglich. Ja, die Frage ist, die wir vielleicht auch noch beantworten sollten, ist es heute möglich, was erlaubt uns der Hegemon heute, ne? Und äh das heißt, es gab keinen es gab keine deutschen Staatsmänner von Format. Ich Helmut Schmidt war einer, das will ich vielleicht mal durchaus so einordnen, er hat auch Fehler gemacht, aber es war zumindest einer, der auch aufgrund der eigenen Kriegserfahrung noch wusste, was Krieg bedeutet. 3

2:40 Ja, diese Erfahrung fehlt heute den führenden deutschen Politikern. Schade leider. Und ähm und ansonsten ist aber die Bundesreg Deutschland wirklich was was Staatsmänner anbelangt ganz schwach aufgestellt, wie gesagt, weil sie es auch nicht musste, weil sie gar keine Handlungsspielräume hatte. Aber ein Erfolgsmodell, das beeindruckte über die Landesgrenzen hinaus und ich meine dies vor dem Hintergrund einer totalen Niederlage im Zweiten Weltkrieg, eine weitgehende Verpfähmung der Deutschen, man konnte eigentlich gar nicht mehr Deutscher sein nach dem Zweiten 33:13 Weltkrieg mehr oder weniger. Dann hatte sich dermaßen verhasst gemacht und aus diesen Trümmern ist ja wie ein Phönix aus der Asche diese Bundesrepublik aufgestiegen und hat diese Mentalität ausgeprägt. Eigentlich ein neues Deutschland, nicht mehr dieses Deutschland im Stechschritt, dieses Deutschland ein das einen Platz an der Sonne sucht, sondern dass sich irgendwie in dieser Teilung, in dieser Versung, in dieser Zerreißung sozusagen eingerichtet hatte mit der Bonnerrepublik. 33:42 Und ich frage mich einfach, warum ist das nicht gelungen, dieses jetzt aus meiner Sicht, vielleicht eh ich mich Erfolgsmodell über die Wiedervereinigung hinauszutragen und auch den sogenannten Ostdeutschen schmackhaft zu machen. Sie sind an der Schnittstelle dieser beiden Landesteile. Sie kennen vermutlich wie kein anderer deutscher Politiker diese beiden Befindlichkeiten sehr gut. 34:09 Warum ist das nicht gelungen, dieses ja Erfolgsmodell auf ganz Deutschland zu übertragen mit den Folgen, die wir heute sehen? Gut, sie würden sagen, das war gar kein Erfolgsmodell. Doch, es war ein Erfolgsmodell. Das will ich ja gar nicht in Abrede stellen. Die soziale Marktwirtschaft war ein Erfolgsmodell und könnte immer noch ein Erfolgsmodell sein. 34:34 Aber es gibt Gründe, warum sie mehr oder weniger zu Grabe getragen worden ist. Aber der Osten der Republik, die ehemalige DDR ist im Einigungsprozess wirklich über den Tisch gezogen worden, überforder völlig überfahren worden. Ähm und es war eben keine kein Zusammenwachsen. Gut, natürlich war die DDR der kleinere Landesteil. 34:59 Ähm, sie musste 40 Jahre im Sozialismus wirtschaften. Übrigens hat die DDR, das wissen auch die wenigsten, ähm historisch gesehen, die höchste Reparationsbelastung aller Staaten zu zahlen gehabt, nämlich in Richtung Sowjetunion. 30% des Volksvermögens sind regelmäßig abgezwaagt worden. Die haben alles, die haben doch alles abgeräumt, die so wie jetzt, die haben die ganze Industrie mitgenommen und natürlich aus der laufenden Produktion wurde auch noch in die mussten auch Reparation bezahlt werden. 35:21 Ja, ein ausgenommenes Land, das trotzdem für sozialistische Verhältnisse, für Ostblockverhältnisse relativ gut da stand, weil die deutschen Tungen da waren, weil der weil der Fleiß da war, weil die Fertigkeiten da waren, weil die Bildung da war. Ja, also das, was Deutschland auch schon vor 100 Jahren ausgemacht hat und die ähm die Deutschen äh also die die Menschen der DDR sind dann wie gesagt übernommen worden. 35:44 Ähm ich bin als Politiker in Thüringen ganz oft damit konfrontiert ähm dass ich mit von Menschen, den die verarmt sind, die gebrochenerwerbsbiografien haben, ähm die Zahlen sind wirklich alarmierend. Die Armutsquote im Osten ist wesentlich höher als im Westen. Äh die die Löhne sind immer noch wesentlich niedriger als im Westen. 36:04 Also die die deutsche Einheit hat tatsächlich ökonomisch nicht funktioniert. Der Osten ist zur verlängerten Werkbank des Westens geworden. Es gibt keinen DAXonzern, der im Osten ansässig wäre. Also der Osten, ich will nicht sagen, ist eine abgehängte Region, aber eine Region, die durch die deutsche Teilung wirk durch die deutsche Einheit wirklich übervorteilt worden ist im ökonomischen Sinn. 36:24 Und deswegen hat das Zusammenwachsen auch nicht gut funktioniert. Ähm zudem ähm muss man auch noch ergänzen, dass die ja, dass die dass die Menschen DDR ähm im Rahmen der friedlichen Revolution natürlich eine Vision hatten oder sie hatten einen Traum. Sie wollten in den Westen, der Westenstand für Freiheit, der Westen stand für die Dmarkt, der Westenstand für Konsummöglichkeiten. 36:45 Sie hatten also ein Ziel, ein Ziel, das natürlich Kraft spendet. Mehr als etwas zu verlassen und von etwas SE zu kommen, spendet ein Ziel Kraft, dass man anstreben kann, positiv anstreben kann. Und ähm heute 30 Jahre später oder 35 Jahre später nach dieser friedlichen Revolution sagen mir ganz viele ehemalige DDRBürger, die das noch erlebt haben mit dem Tenor nach. 37:08 Ähm, also alles das, was wir an der DDR geschätzt haben, die Solidarität, die soziale Sicherheit, die Nachbarschaftshilfe, die innere Sicherheit, dass wir trotz allem ein deutscher Staat waren mit einer Identität, eben kein Multikulttaat. Ähm, das das Bildungssystem, das zumindest im naturwissenschaftlichen Bereich excellent war in der DD, alles das ist weg. 37:33 Und das, was wir an der DDR auch schon schlimm fanden, das Auseinanderfallen von privater und öffentlicher Meinung, die Bespitzelung durch einen Geheimdienst, die Zensur, der Meinungsdruck, die politische Korrektis, alles das ist wieder da. Und das ist das, was im Augenblick aufgerechnet wird im Osten. Das führt zu einer wirklich ganz starken Enfremdung und zwar in einer Qualität, dass immer mehr Menschen im Osten sich die Mauer zurückwünschen, können sich das vorstellen, die Mauer zurückwünschen und fordern, wir müssen die alte DDR, wir 38:02 müssen das Gebiet der alten DDR sogar separieren. Wir brauchen eine Sezession von Westdeutschland, weil dieses Westdeutschland im Untergang geweiht ist. Ganz offenkundig, sie haben ja die Mauer, die Brandmauer, die verläuft im Grunde zwischen West und Ost. Genau, das kann man wenn man jetzt die Karte einfärben würde, wäre das tatsächlich so. 38:19 ist auch interessant, was Sie sagen. Es ist mir gerade ein Gedanke durch den Kopf gegangen. Wird mich interessieren, was Sie davon halten. ist das Drama der erfolgreichen, bescheidenen alten Bundesrepublik in dieser Bonner Idülle gelegen mit diesen sehr vorsichtigen Vermittlungs- und Friedenspolitikern von Willi Brand, Konrad Adenauer in einer anderen Konzeption, aber Willie Brand, Helmut Schmidt, all diese Leute, das waren noch Exponenten eines politisch bescheiden gewordenen Deutschland ist die Tragödie das Drama der alten Bundesrepublik, der Sieg des

38:57 Westens im Kaltenkrieg. Und sind die Westdeutschen in diesem Triumph? Wir haben den Kommunismus besiegt. Die Sowjetunion liegt am Boden. Ist man da arrogant geworden? Ist man überheblich geworden? Ist man sozusagen mit einer Kolonialherrenattüde nach Osten marschiert? Da gesagt, so, jetzt haben wir es im Sack und hat eigentlich dieser Erfolg. 39:23 Sagen wir es mal etwas hier po dieser Erfolg den Westdeutschen in den Kopf gestiegen und ist sozusagen das Problem der Bundesrepublik heute, dass sie noch immer nicht kuriert ist in gewissen Teilen der politischen Elite von diesem Triumph im Kalten Krieg, von dieser Arroganz, die damals sich bahnbrach. Das ist schwer schwer einzuschätzen für mich. 39:52 Es könnte auf jeden Fall eine Erklärung sein. Wir sind die Demokraten. Wir haben gewonnen im Kaltenkrieg. Wir stehen für den Westen. Das Ende der Geschichte. Der Triumph des Liberalismus, des Neoliberalismus, das war durch eine Zeit, die 90er Jahre des Hochgefühls. Ist das in Arroganz umgeschlagen gerade in Deutschland mit verheerenden Auswirkungen? Mag sein, aber die, die das vielleicht so gesehen haben und die das so eingeortet haben, haben doch die deutsche Nation und das deutsche Volk in seinem in der in seiner gewordenheit verkannt. Wir sind doch nicht Westen.

40:23 Wir sind doch nicht liberal. Sie sind auch Westen. Nein, nein, ich bin nicht Westen. Ich war niemals Westen. Westen aufgewachsen. Westen Deutschland. Ja, aber ich bin in einer vertriebenen Familie aufgewachsen, die mir immer das gesamtdeutsche Bewusstsein erhalten hat. Und klar war immer, Deutschland ist nicht West und Deutschland ist Mittler zwischen West und Ost. 4

0:42 Gut, wie definieren Sie den Westen? Wie definieren Sie Westen? Was heißt das für Sie? Na ja, der Westen, das ist eine gute Frage. Ähm, der Westen ist für mich heute vor allen Dingen ein Gebiet, dass ich mit äh mit kulturellen und gesellschaftlichen Prozessen verbinde, die ich als postmodern überschreiben würde. Die Beliebigkeit, es gibt, ne, das ist mehr als Beliebigkeit. 4

1:08 Es gibt einen, es gibt einen alten Westen und es gibt einen alten Liberalismus und es gibt einen neuen Westen und einen neuen Liberalismus. Äh, der alte Liberalismus ist in gewisser Weise Teil einer Kontinuität, die bis in die Antike zurückreicht, die mit europäischem Geist verbunden werden kann. 4

1:36 Europa hat immer gerungen zwischen dem Ich und dem wir. Immer nach dem Mittelalter hatten wir dann also die Schweizer übrigens auch erh Hücke Ringen, aber wir wir legen den Wert eher aufs ich als aufs wir oder andere das glaube ich gar nicht her Köppel, aber das können wir gleich noch bechuldigung ja das ich glaub sie sind auch typisch deutsch weiter sind auch typisch deutsch Versöhnung von Ich und wir ähm Versöhnung von Ich und wir ähm wir haben ein Mittelalter gehabt, wo das wir sehr stark ausgeprägt war und die Transzendenz sehr stark ausgeprägt war. 4

2:04 Dann hatten wir die Renaissance, die Wiederentdeckung des Menschen, die europäische Freiheit, ähm Humanismus, Aufklärung, Industrialisierung, der Sieg des Individualismus, des Liberalismus, aber eines Liberalismus, lieber Köppel, der dann mündete in ähm in einer zumindest idealtypisch, wenn vielleicht auch so niemals existente Form einer Frage Reihen Gesellschaft, die am besten mit dem mit dem Ausspruch Motes KS zu beschreiben ist. 4

2:40 Ich verachte deine Meinung, aber ich würde alles dafür tun, dass du sie jederzeit äußern kannst. W wollte wollte wollte ja wollte ja. Das war der alte Liberalismus. Der alte Liberalismus hat auch denliberalen ein Leben ermöglicht. Dieser alte Liberalismus ist mit dem Ende der Moderne untergegangen. Ja, er existiert noch in der in USA vielleicht gerade ein Kampf zwischen altem Liberalismus und neuem Liberalismus.

43:09 Und die Postmoderne ist für mich eben gekennzeichnet durch einen Hyperindividualismus und Hyperliberalismus. Ähm, also Klimaetologie, eine neue Art von Transzendenz. ähm Gender Mainstream äh LGBTQ+ ähm ähm also Auflösung der Geschlechterpolarität eigentlich Auflösung aller aller Werte äh aller Traditionen, aller Orientierung. Ja. 43:36 Ähm das ist denn das ist der neue Westen und das ist ein Westen, vor dem graut, weil er ganz offenkundig von Dekadenz heim gesucht wird. Ja. Äh, wie gesagt, wir müssen den alten Liberalismus unterscheiden, den ich noch unter die Moderne subsummieren kann und den ich noch als Kontinuität europäischer Geistesgeschichte seit der Antike ähm äh durchaus äh akzeptieren kann und den neuen Liberalismus, der tatsächlich äh die Auflösung aller Dinge äh bedeutet und der mit Sicherheit nicht Deutsch und mit Sicherheit nicht europäisch ist. Die 44:07 Frage ist natürlich, ob dieser Liberalismus, den sie beschreiben, dieser Liberalismus der Unfreiheit, dieser Liberalismus der Intoleranz, dieser Liberalismus, dieser Dogmen da, dieser Woke Dogm, dieser LGBTQ, ob das eigentlich noch mit der westlichen Tradition in Einklang zu bringen ist oder ob das nicht eine Pervertierung der westlichen Prägung ist. 44:27 Wenn ich jetzt sagen würde, der Westen, Deutschland ist für mich ein westliches Land, natürlich nicht in diesem dogmatischen Sinne. Was ist die Essenz des Westens? Wir würden vielleicht sagen die Aufklärung, sie haben es angesprochen und hier habe ich ein Buch einfach nur als kleinen Stichwortgeber hier. 44:44 Wir ich hangle mich da von einem Buch zum anderen. Aufklärung das deutsche Jahrhundert. Also man könnte sagen, Deutschland ist doch ein westliches Land par excellence und westlich eben in dem Sinn interpretiert, sogar nach einer Vermittlung den Aufklärung eben eines einer westlichen Stellung, die so mit Gote der westöstliche Divan, also eben nicht einbetoniert in ein bestimmtes Dogma, sondern Deutschland westlich, aber eben auch weltoffen vermittelt die Brücke zwischen West und Ost. 45:17 Für mich keine Widersprüche. Für sie sind das Widersprüche? Nein, nein, nein. Aber diese Vermittlerposition, die Sie gerade beschreiben, ist genau Deutschlands Beruf und muss für die Zukunft wieder Deutschlands Beruf sein. Deswegen leide ich auch am Zustand der Republik, vor allen Dingen an der politischen Führung, die diese Republik im Augenblick beherrscht im Bereich der Außenpolitik ganz extrem. Das ist unerträglich. 45:35 Die Kriegsretorik der von von März über Kiesewetter, Strackzimmermann und wer da alles ist, ist unerträglich und tritt das deutsche Erbe wirklich mit Füßen. Wirklich mit Füßen. Und das ist etwas, das ist mein Traum, den ich habe, lieber Köppel, dass Deutschland diese gute Aufklärung, diese bescheidene Aufklärung, vor allen Dingen dieses Verständnis, ich meine, ich habe Geschichte studiert, ja, ich habe mich auch mit den äh mit den äh Geschichtswissenschaftlern des 19. 46:01 Jahrhunderts beschäftigt. Ja. Heinrich von von Siebel habe ich gerade zitiert. Heinrich von Treitschke, Leopold Ranke, Ranke und so weiter. Das waren die Väter einer Geschichtswissenschaft, die wirklich auf wissenschaftlichen Niveau versucht hat im Rahmen des Konzepts des Historismus auch dem unterlegenden Gegner eine Stimme zu geben. 46:26 Und und wenn ich sehe, wie viel ja wie viel Verständnis die Deutschen auch gerade im Zweiten Kaiserreich, das oft so despektierlich behandelt wird, heute im Unterricht als Obischkad Staat verschrienen wird, obwohl die innere Demokratie des deutschen Kaiserreichs stärker ausgeprägt war als die Englands und Frankreichs zu derselben Zeit. 46:47 Nachweisbar, ja, ähm dass in diesem deutschen Kaiserreich so viel Verständnis für fremde Kulturen aufgebaut worden ist. Äh, wer weiß z.B. heute noch, dass die Deutschen in ihren wenigen Kolonien, die sie hatten, eben nicht die Knute rausholten im überwiegenden äh überwiegend jedenfalls nicht anders als die Belgier, die sich ja furchtbar aufführten in den Kolonien oder die Engländer, die regelmäßig sogenanntes Negerschießen veranstalteten. 47:09 Ja, muss gar nicht drauf eingehen, was das bedeutet. Sie können sicherlich denken, ja, Deutscher haben Infrastruktur entwickelt, äh haben äh in Tanzania beispielsweise äh die Landesstrache Sprache Suaheli gefördert. Äh in Berlin ist der erste Lehrstuhl für Suaheli eingerichtet worden. Darauf wären die Franzosen, die Engländer niemals gekommen, so etwas für die Kolonialsprachen in ihren Hauptstädten zu ermöglichen. 47:32 In die deutsche Sprache sind die meisten fremdländischen Bücher übersetzt worden. Was für ein Bildungshunger, den dieses deutsche Volk hatte, muss ich leider sagen, aus der Perspektive des Politikers, der im Jahr 2026 auf die Bildungs auf den Bildungsverfall und auf den Bildungsstand Deutschlands gucken muss. 47:49 Ja, und das sind und das das liegt uns in den Knochen, dies Verständnis für andere Kulturen. Ja, die die die Eroberung der Welt eben nicht ähm für machtpolitische Zwecke, sondern die Durchdringung der Welt aus geistigem Interesse. Das ist Deutsch, das ist typisch Deutsche. Und ich wünschte mir so sehr, dass wir irgendwann diese guten Eigenschaften wieder mehr kultivieren können und auch in eine aktive Politik der Versöhnung und Vermittlung einsetzen könnte. 48:15 Noch mal das, was im Augenblick passiert im Verhältnis zu Russland ist eine Schande und eine Katastrophe und widerspricht im deutschen Geist diametral. Ist aber leider lieber Körp, jetzt komme ich noch mal zum Liberalismus und zum Westen. Er eines wildgewordenen Westens. Wenn mir das noch gestattet ist, ähm Auswald Spengler, preußiger Sozialismus haben Sie sicherlich gelesen. 48:42 Nein, das habe ich nicht gelesen, aber Untergang des Abendlandes. Ja, aber genau. Pre Sozialismus ist ein relativ kleines Bändchen. Lohnt sich wirklich das zu lesen, weil es auch das deutsche Wirtschaften relativ gut verständnis macht und den deutschen Geist und den deutschen das deutsche Dienstetos äh der Deutschland groß gemacht hat in preußlicher Sozialismus. 49:00 Ähm, das war damals wog. Heute würde man das versteht man das nicht mehr, wenn man sich nicht mit Geschicht Geschichte beschäftigt oder die Geschichte im Rückblick bei 1933 enden lässt. Im im im Deutschen im im preußigen Sozialismus hat Spengler zwei Figuren eingeführt. Äh die Figur des Ordensritters und die Figur des Wikingers. 49:21 Der Ordensritter ist derjenige, der auf einer Scholle verwurzelt wirtschaftet. einen Mann des Landes, äh ein Mann, der auf sicherem Boden steht, ein Mann, der kulturentwickelnd ist in seinem eigenen Verantwortungsbereich, das der Ordensritter. Kontrastiert hat Spengler diesen Ordensritter mit dem Wikinger, mit dem Westeuropäer, der am Meer wohnt, der keine Grenzen hat, der keine Beengung durch das Land erfährt, sondern der ja erobern kann und erobern will und die auch die Eroberungslust hat.

49:52 Ja, und ähm in Amerika, in den USA hat sich dann dieses dieser Wikingergeist verschmolzen mit einem Ansatz des christlichen Universalismus, der natürlich im Calvinismus auch eine entsprechende Korrespondenz erfuhr und eine entsprechende Ausprägung erfuhr, äh in den ja die Prädestinationslehre eingesenkt ist.

50:15 Also, der hat das Recht zu herrschen, der erfolgreich ist. Und Erfolg ist immer ein Zeichen für die Gnade Gottes und für die Bevorzugung Gottes. Ja, und dieser kalvinistische Geist, dieser Geist eines christlichen Universalismus gepart mit diesem Wikingergeist, mit dieser Eroberungslust, hat dann auch die USA zudem gemacht, was es bis heute ist, eine imperiale Macht, die ausgreift in Richtung Weltherrschaft, zumindest ausgriff.

50:41 Im Augenblick scheint sie etwas eingebremst zu sein. Ja. Äh die aber einen Westen darstellt, der mit deutschem Geist, mit Kontinentaleuropäischen Geist, jedenfalls so wie er früher einmal war, nicht korrespondiert und nicht nur Übereinstimmung zu bringen ist. Deswegen hat Deutschland und hat Europa einen anderen Beruf und deswegen müssen wir und das sollten wir vielleicht heute auch noch mal machen, weil das die Zuschauer mit Sicherheit interessiert, die Frage stell stellen, wohin Europa? Wir müssen uns vielleicht auch mal die Frage beantworten, warum alles so 5

1:09 gekommen ist, wie es gekommen ist. Also die Geopolitik vielleicht mal kurz an äh an das noch. Ich schau mal kurz auf die Uhr. Ja, wir haben noch ein bisschen Zeit hier, aber wir kommen noch vi Stunden machen wir. Nein, nein, machen wir nicht, machen wir nicht. Der Rücke. Nein, ich möchte einen Punkt noch einmal einhaken. 5

1:26 Ähm, Sie zeichnen hier ein ein großes historisches Panorama auf. Ich versuch es noch etwas jetzt für mich aufs einfache überschaubare herunter zu brechen. Sie haben vorer Politiker erwähnt, die heute in Deutschland mit einer für sie unerträglichen Alüre auftreten. Stck Zimmermann, Kisewetter und so weiter, die die Lehrmeister, die Moral ähm Apostel und so weiter, die den anderen sagen, wo es wo es durchgeht. 5

1:53 das was sie über das universalistische Deutschland, das verstehende Deutschland, das bescheidene Deutschland, das neugierige Deutschland gesagt haben, das trifft meines Erachtens ziemlich präzis auf die Realität der alten Bundesrepublik zu. Ein Land, das sich vor allem mit der wirtschaftlichen Wertschöpfung beschäftigt hat, mit der Bildung, mit dem Aufbauen, natürlich nach den Zerstörungen, mit dem Tourismus, die Welterkundung nicht immer zur Freude derjenig derjenigen, die touristisch beglückt wurden von den Deutschen. Aber 5

2:24 diese Weltoffenheit, die sie schildert, die hat man da ja beispielhaft gesehen und Politiker ist auch interessant, die rhetorisch sich stark zurückgehalten haben, vor allem in der Außenpolitik. Vielleicht gegen Ihnen haben sie schon ausgeteilt, da wurde heftig zugelangt im Bundestag, aber gegen außen waren das bescheidene Leute. 5

2:45 Und ich bleibe jetzt dabei und sie haben diesen Punkt gesetzt, Wiedervereinigung Umzug von Bonn nach Berlin. Meine Frage an Sie. Hat die deutsche Politik den Umzug aus dem beschaulichen, bescheidenen Bond in die alten imperialen Ruinen von Berlin geistig nicht verkraftet? ist diese Herrnreiter Allüre bei den erwähnten Politikern nicht auch eine Folge, dass plötzlich dieses bundesrepublikanische Politestablishment hineingeschoben oder hineingestolpert ist in diese alten Gehäuse der deutschen Großpolitik, mit der mit der eben auch Deutschland am

53:33 Schluss nicht fertig geworden ist, war der Umzug von Bonn nach Berlin sozusagen ein Psych psychologischer Trigger ins Großspurige zurück. Hat man das nicht verkraftet? Also ist meine persönliche Empfindung, wenn ich in Berlin bin, habe ich mal das Gefühl in einer Provinzstadt zu sein. Die Provinz, die sich dann einbildet doch die Weltmetropole und der Nabel der Welt zu sein. 54:02 Ich glaube es nicht. Also stimme ihrer These nicht zu. Weil sie lässt sich postulieren, dass es eine deutsche Herrenreiterüre gegeben hat, die durch die durch den Umzug in nach Berlin ähm neu aktiviert worden wäre. Das sehe ich ganz und gar nicht so interessant. Ich sehe das, ich sehe das tatsächlich so, dass wir seit gut zeitlich einzuordnen ist schwierig, dass dieses Land, also die Bundesreg Deutschland vor allen Dingen daran leidet, dass S oder sie keine funktionierende politische Elite hat.

54:45 Die Elite, die politische Elite, die wir haben, ist erstens per Definition keine Elite, sondern eine Antielite und zweitens keine deutsche Elite, denn sie hat niemals gelernt deutsche Interessen zu definieren. Das ist eine Elite, die mit Deutschland nichts anfangen kann und im schlechtesten Fall Deutschland sogar hasst. 55:05 Und die großspurige Politik, die Merz und K im Augenblick machen, machen sie ja nicht auf der Grundlage eines deutschen Bewusstseins, sondern eines globalistischen Bewusstseins, eines neoliberalen Bewusstseins, eines Bewusstseins vom Westen und seinem Sieg und dem Ende der Geschichte und einem Überlegenheitsgefühl heraus, das aber kein deutes Überlegenheitsgefühl ist. 55:33 Das ist meine These und damit hat Berlin sehr, sehr wenig zu tun. Ähm und ich glaube, da haben wir auch ein ganz großes strukturelles Problem. Also, wenn wir darüber reden, wie können wir Deutschland noch mal fit bekommen, ja, dann ist meine wäre meine erste These, wir müssen uns wieder mit uns selbst befreunden. 55:54 Wir müssen die Geschichte, die abgeschnitten worden ist, wieder entdecken, wie das Hich von Siebel gesagt hat. Ja, die den natürlichen ähm die natürlichen Gründe wieder wieder freilegen. Wir brauchen auf der individuellen Ebene eine Befreiung. Wir brauchen staatspolitisch eine Befreiung, die ich auch skizzieren kann könnte, wenn Sie das wünschen. 56:19 Wir brauchen aber vor allen Dingen auch eine Elite, eine neue Elite. Das muss nicht nur eine politische Elite sein, sondern eine Staatselite, die das eigene Vorkommen fortkommen nicht ins Zentrum stellt, sondern den Dienst am Vaterland zentral setzt. ähm und die genau diesen guten alten deutschen Geist des Wissen Wollens, einer hohen Bildung und einer diplomatischen Mission in die Politik des 21. 56:45 Jahrhunderts einspeist, das tut Not. Neue Berliner Kongresse, neue Brücken bauen, wo eine dysfunktional gewordene politische Elite, die im fremden Auftrag unterwegs ist, diese Brücken eingerissen hat ohne Sinn und Verstand. Das wäre der Beruf einer neuen deutschen Elite, Gemeinschaftsorientierung und natürlich oben drüber der schöne alte Spruch von Alfred von Schliefen. 57:07 Weniger vortreten, viel leisten, mehr sein als Schein. Ähm und ich denke, wir haben da wirklich, da haben wir wirklich einen Punkt. Ja, die Elite, die in Deutschland die Politik exekutiert, ist im Espenstitut groß geworden, in der Atlantikbrücke groß geworden, ähm German Marshall Found groß geworden, ist im internationalen globalistischen Geist erzogen worden und ist ganz bewusst, wie auch die Staatschef anderer westlicher Länder von unserem Hegemon eingesetzt worden, um dort Interessenpolitik des Hegemon zu machen und vor allen Dingen nicht 57:42 nationale Politik. Aber gehen Sie jetzt da nicht zu hart ins Gericht mit einem auch, ich sage jetzt mal einfach historisch gewordenen und gewachsenen Teil dieser deutschen Identität. Man könnte euch argumentieren: Deutschland, ein Flickentepich von verschiedenen Fürstentümern über Jahrhunderte ist, ähm hat sich dann unter Schmerzen nach Napoleon zu einem Staat vereinigt, das preußische deutsche Kaiserreich. 58:13 das eine unglaubliche Erfolgsstory war. Dieses Kaiserreich ist dann aus unterschiedlichen Gründen gescheitert, ist untergegangen in einem Weltkrieg. Es kam zu dieser Demütigung von Versilli mit den entsprechenden Folgenaufstieg des Nationalsozialismus Zweiter Weltkrieg und sozusagen eben ein deutscher Sonderweg, man könnte sagen, ein nationaler Sonderweg der versuche eine deutsche Identität zu definieren als Großmacht, als Hegemonialmacht in Europa ist brutal gescheitert und da musste man sich wieder aufrappeln nach 58:45 dem Zweiten Weltkrieg und dann kratzt man natürlich zusammen, was es gibt und die Amerikaner, die haben natürlich im West gewonnen. Im Osten war es die Sowjetunion. Im Westen könnte man sagen, haben sich die Deutschen dann an den Amerikanern orientiert. Europa, Europäische Union. Im Westen, im Osten war es die Sowjetunion, die dann irgendwann zusammengekracht ist mit wiederum entsprechenden Folgen. 59:08 Und die Frage ist ja jetzt diese westlichen Politiker, die sie darstellen, die sind ja eigentlich in diesem Geist eben der dieser Westbindung erzogen und heute sind da verschiedene Probleme da. Man merkt jetzt z.B. leben, dass die Amerikaner auch nicht immer die Interessen der Deutschen vertreten. Man merkt, dass die Europäische Union dieser Vaterlandsersatz des Westens, wir sind jetzt Europäer, das funktioniert auch nicht mehr. 59:36 Die EU ist von einer sicheren Bank im Zweifel für Europa zu einem Problemhert geworden. Zuwanderung, Europroblematik für Ihre Partei ganz entscheidend. Und die Politiker, die sie heute haben in Berlin könnte sagen, ja, die sind vielleicht noch etwas in diesen alten Denkmustern gefangen, aber sie vertreten ja auch einen Teil dieser deutschen Nachkriegsidentität, die ja nicht völlig falsch ist, war ja nicht völlig abwegig, sich an den Amerikanern zu orientieren.

1:00:04 Das ist auch eine unglaublich erfolgreiche Nation. Schmeißen sie das nicht zu sehr gewissermaßen auf den Komposthaufen der Geschichte. Gehen sie da nicht zu hart mit diesen westlichen oder amerikanischen Prägungen ähm ins Gericht. Die haben ja auch ihre Berechtigung irgendwo in der deutschen nationalen Seele, könnte man sagen.

1:00:25 Vielleicht werden sie falsch interpretiert, übertrieben interpretiert. Aber muss man die sozusagen austreiben oder was ist da ihre ihre Sicht? Ich hal damel. Was ist es gut? Ich bin da wirklich Hegelianer und ähm äh muss ihn sagen, nein, dieser der Amerikanismus ist eine Antittithese zum Deutschtum in gewisser Weise im kleinen.

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0:51 Ähm und die die Begrifflichkeit, die sie gesetzt haben, ist ganz bedeutsam, nämlich die Begrifflichkeit der Ersatzidentität. Waterlands Ersatz. Genau. Ja, also Westdeutschland hat eine Ersatzidentität ausgeprägt. ähm Europa. Ja, also die widerlegte Nation, die geteilte widerlegte von der Geschichte widerlegte Nation hat sich von sich selbst abgewandt und hat sich eine Ersatzidentität geschaffen, nämlich die europäische Integration bzw.

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1:17 die amerikanische Kultur. Ähm, ich habe das noch vor kurzem irgendwo gelesen, weiß nicht, ob es im Netz war und ein Kommentar oder ist auch doch schon ein paar Monate oder Jahre her. Ja, Einordnung, die ähm da ganz gut reinpasst. Ähm, im Westen gibt es, also in der West westlichen Republik gibt es deutschsprechende Amerikaner oder wohnen deutschsprechende Amerikaner im Osten der Republik spre wohnen deutschsprechende Deutsche.

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1:48 Und ich glaube, das ist ein ganz große und wichtige Ursache, die man benennen muss, wenn man die Polarisierung der deutschen Gesellschaft und auch diese Ostwestdischotomie erklären will. Im Osten sind die Menschen noch Deutsche. Im Westen haben sie über Jahrzehnte eine Ersatzidentität gefunden und haben sich von der amerikanischen Kultur völlig usopieren lassen.

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2:11 Ja, und verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich bin kein Antiamerikaner. Ich möchte nur das Recht meiner Nation, das Recht europäischen Nationen auf ein Eigenleben. Und ich glaube, da stehen wir vor fundamentalen Herausforderung, gerade von dem Hintergrund, den sie gerade andeutungsweise entwickelt haben, dass wir es mittlerweile mit einem Hegomon zu tun haben, der völlig wild geworden zu sein scheint, einem Hegemon zu tun haben, der uns als Vasallen ja noch nicht mal mehr die Sicherheit gibt, zumindest in Ruhe wirtschaften zu können, sondern der, ihr

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2:44 Kollege Hörsch hat das meiner Meinung nach sehr profund nachgewiesen, sogar dazu übergegangen ist, kritische Infrastruktur von Freunden zu sprengen. Also für mich ist das ist das der Nachweis gewesen, ja, dass amerikanische Einheiten im Kontext des Btop äh 22 Manövers NATO in der Ostsee zusammen mit Unterstützung durch Norweger unsere Pipelines gesprengt haben.

1:03:11 Ein Angriff auf die kritische Infrastruktur durch Freunde vorgetragen. Das heißt, die transatlantische Freundschaft existiert nicht mehr. Sie existiert nicht mehr. Und wer sie noch schön reden will oder herbeireden will, der muss der muss als politischer sie ist relativ stark hariiert worden. Sie ist stark haveriert worden. Ja.

1:03:31 Und ähm aber sie könnte ja wieder zurückkehren. Ich wüsste jetzt nicht wie. Also, sie könnte zurückkehren ähm unter der Prämisse, dass Europa sich ermannt, selbstbewusst wird und ein eigenständiger Pol in einer neu entstehenden multipolaren Weltordnung wird. Ja, dann ja äh dann könnte man diese transatlantische Freundschaft, es gibt ja auch viele Verbindungen, ich habe auch Verwandte in den Staaten, ähm viele Verbindung zwischen dem alten Kontinent äh und äh Nordamerika, die will ich auch gar nicht äh missen und wir wollen ja auch, um Gottes Willen,

1:04:08 die Kooperation, die eigentlich da war äh nicht in Frage stellen, aber wir haben ein Recht auf Eigenleben. Und noch mal das, was der Westen im Augenblick und amerikanischeride zu bieten hat, ist vor allen Dingen sind vor allen Dingen Gesellschaftsexperimente, die alles das ausgehten, was für mich das Leben lebenswert macht.

1:04:25 Volk, Familie, Vaterland, Kultur, Tradition, Werte, äh alles das äh wird durch die Spinnereien äh, die wir unter Postmodernismus subsummieren können, ausgejätet, radikal ausgejätet und da mache ich nicht mit und da machen glaube ich immer möchten immer weniger Deutsche mitmachen, aber noch mal im Sinne der Antittätig von Hegel, der die die Provokation, das ist eine Provokation, aber ist eine positive Provokation. Mhm.

1:04:51 Wir erkennen uns auf einmal wieder auch an Trump. Hegel würde sagen, Mensch, das ist die Liste der Vernunft. Wahrscheinlich die Liste der Vernunft. Der Weltgeist hat hier die Liste der Vernunft eingesetzt. Ein Cowboy wild geworden, der offenkundig im eigenen Interessen unterwegs ist, sich selbst optimieren will bzw.

1:05:08 die Interessen seines Landes knaller durchsetzen will, führt dazu, dass wir Europäer darüber nachdenken müssen, wie wir auf eigenen Beinen stehen. Das ist doch wunderbar. Eigentlich ist es ja wunderbar, oder? Meine was? Ich glaube, was was unbesten ist, was jetzt auch schön herauskommt eigentlich in diese Diskussion ist ja, dass eigentlich diese eben Ersatzidentitäten, diese Anzüge, die man sich da anlegen musste nach den Verwerfungen und Verherungen der Geschichte, diese Anzüge passen nicht mehr so recht. Den Ostdeutschen ist der

1:05:37 sowjetische Anzug mehr oder weniger vom Körper gefallen, weil die Sowjetunion ging bankrott und wie sie sagen, die Ostdeutschen wollten dann Deutschland zurück, ihr Deutschland mit den Deutschen, da sind sie mit der Fahne gekommen damals in dieser berühmten Sendung bei Jauch. und haben eine Deutschlandfahne ausgerollt und das war dann too much fürs deutsche Publikum und vor allem für die zentraleisch für die politisch korrekten Leute, die haben das nicht ertragen, dass jetzt da ein Björn Höcke, wer ist das überhaupt, eine Fahne

1:06:04 ausrollt im deutschen Fernsehen? Das geht ja gar nicht. Im Fußball wird's noch toleriert, aber in der Politik das geht ja gar nicht. Da haben sie einen absoluten Nerv getroffen. Aber eben auch der Anzug im Westen passt nicht mehr. Und das ist ja die Verunsicherung jetzt aus meiner Sicht der westdeutschen Öffentlichkeit und der westdeutschen Politik.

1:06:27 Die sind ja auch irgendwo im Stress. Und jetzt steht man ja, glaube ich, als deutscher Politiker wie Sie vor der Aufgabe zweierlei. Erstens, was ist eigentlich der neue Anzug, den wir uns da anziehen sollen als Deutsche? Wer sind wir eigentlich? Was ist unsere Identität? Was sind unsere Interessen? Und dies vor dem Hintergrund natürlich einer Geschichte, die Schmerzen auslöst, die auch Schamgefühle auslöst, die vielleicht auch Ekel und Abscheu Gefühle auslöst.

1:06:59 Wie kommt man da mit sich ins Reine mit dieser gebrochenen Identität? Aber wir müssen es machen, weil wir können nicht einfach mehr das Schicksal an die anderen abgeben. Das ist die eine Herausforderung. Da würde mich interessieren ihre Vision, was ist der Anzug für Deutschland? Aber das zweite ist, und ihr schließt sich jetzt eine kritische Frage an.

1:07:18 Sie haben eine Funkstörung zwischen Ost und West. Sie haben eine faktische Brandmauer zwischen Ost und West. ist die Rhetorik jetzt auch dieser starken Polemik, sage ich jetzt mal, gegen diese westlichen Eliten, die da abgewirtschaftet haben, da gibt's ja noch stärkere Ausdrücke, ist das die Sprache, ist das der Sound, mit dem man diese Landesteile zusammenführen kann, ist nicht gerade für eine Partei wie die AfD, die ja sozusagen ein Produkt dieser Wiedervereinigung ist, der Wende.

1:07:55 Sie sind sozusagen ein demokratisches Geweck von unten nach oben aus der Wiedervereinigung. Sie müssten durch eine versöhnende Rolle spielen, aber Sie sind auch persönlich eigentlich der polarisierendste Politiker Deutschlands. Also klären Sie uns auf. Wo ist der Anzug? Was ist die Identität und sind Sie mit Ihrer zum Teil brachialen Kettensägenhetorik nicht im falschen Film? müsste nicht der Björn Höcke eben auch eine Heutung machen und stärker zum Versöhner werden und zum Verständigen, der auch akzeptiert, dass es halt diese westliche

1:08:30 Identität gibt, die jetzt aber ein bisschen übertrieben wird. Die Deutschen übertreiben halt ist auch nichts Neues. Also ich bin der Versöhner. Mein ganzes Leben war auf Versöhnung angelegt. Da würden Ihnen jetzt doch einige ihrer Kritiker nicht spontan gleich zustimmen. Doch, ich bin der Versöhner, aber sie müssen auch den Mut haben als Politiker, wenn die Lage wirklich ernst ist und wenn es um sein oder nicht sein geht, aufzurütteln, auch klare Botschaften, manchmal vielleicht auch eine Provokation in die Öffentlichkeit zu zu

1:09:04 setzen. Was ist denn das für ein Land, lieber Herr Köpel? Nehm das Zeigen des zentralen Staatssymbols der Deutschlandfahne Schwarzrot Gold für einen politischen Skandal ausreicht. Was sind das für ein Land, das sich am Nasenring durch die Manege führen lässt? Ja, Deutschland war jahrzehntelang gut dafür Schckbuch Diplomatie zu betreiben.

1:09:30 Deutschland ist heute noch der größte Zahler von Entwicklungshilfe. Also gut besser Schbuch Diplomatie als Panzerdiplomatie. Bin ich bin ich absolut bin ich absolut bei ih bin ich absolut aber noch mal in welcher Lage stehen wir? Ich habe dies eingangs skizziert. Die demografische Entwicklung in Kombination mit der Zuwanderung bedeutet das Phoenis Germanie, das Ende Deutschlands und übrigens dann relativ kurz danach auch das Ende der Schweiz.

1:09:52 Glauben Sie mir, wenn das wenn der eine Dominostein im Zentrum Europas fällt fällt fallen alle Dominosteine, dann ist Europa fetch. Unterschätzen Sie die Alpenfestung nicht der Hücke? Da brauche ich nicht. Und ich bin mit offenen Augen in die Schweiz reingefallen. Die B Körpel, ich habe gesehen, was ich gesehen habe.

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0:08 Ich sehe die Verfallssymptome zwei, wenn die Einwanderung so weitergeht in die Schweiz, sind die Schweizer in zwei Generationen der Minderheit. Die Schweiz geht denselben Weg wie Deutschland geht. Vielleicht ein bisschen Zeit versetzt, aber glauben Sie mir, das halten Sie dann nicht mehr auf, wenn das Zentrum Europas kollabiert.

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0:26 Ähm, Sie sind der Versöhner. Ja, ich bin der Versöhner. Ich bin der Versöhner, aber ich lebe in einer Zeit und mache in einer Zeitpolitik, wo Diskussion geführt werden müssen und wo wir eine offene Debatte in Deutschland darüber erzwingen müssen, wie wir Deutschen in Zukunft zusammenleben wollen.

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0:47 Was ist unser Modell von Deutschland? Und diese Diskussion wird uns verweigert durch die Brandmauer, die existiert bzw. durch die ja durch das Kartell, das sich hinter der Brandmauer verpanzert hat. Aber diese Diskussion muss erzwungen werden, weil wir mit der Bundespublik Deutschland durch die Politik der Karparteien in einen Krieg mit Russland hineingetrieben werden.

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1:08 Die Kriegsgefahr ist real und mit Verlaub, lieber Köpeln, meine Großin haben mir noch erzählt, was Krieg bedeutet. Ich habe selbst Gott sei Dank nie erleben müssen, aber ich möchte es für mich und meine Kinder auch niemals erleben. Und wenn ich sehe, dass das wirklich auf Messers Schneide steht, dass wir zu einem großen Krieg nicht nur rüsten, sondern diese Waffen dann logischerweise irgendwann noch mal eingesetzt werden, wenn die müssen sicher rechnen, dann wird mir nicht nur spiel, dann weiß ich, dass die Zeit abläuft und dann gestanden sie mir, dass

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1:32 ich dann vielleicht in diesen Fragen auch ein bisschen emotionaler bin. Und das kann ich auch, glaube ich, ganz gut dann begründen. Aber glauben Sie mir, in meinem tiefsten Herzen bin ich ein auf Ausgleich angelegter Mensch. Ich war Vertrauenslehrer und bin immer dann gerufen worden, wenn Konflikte zu managen waren, immer.

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1:46 Und wenn Sie mal meine meine Mitarbeiter Und wenn Sie mal meine Mitarbeiter und meine Abgeordneten Kollegen in der Thüringer Fraktion fragen, dann werden sie immer hören, dass ich ein Chef bin, der der versöhnt, der ganz viel erklärt, der alle an den Entscheidungsprozessen, die ich durchlaufe, teilhaben lässt, um Verständnis zu wecken.

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2:09 Und das ist das ähm ja, was ich bin und wie ich eingeordnet werde, da müssen sich keine Sorgen machen, aber ich habe Angst um die Existenz meines Landes und Europas und da muss man dann manchmal auch ein bisschen Lärm machen. Ja, vielen herzlichen Dank an alle, die in letzter Zeit unsere Sendungen mit einem super thanks auf YouTube unterstützt haben.

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2:37 Das können Sie anwählen, wenn Ihnen eine Ausgabe besonders gut gefallen hat und dann treffen bei uns freiwillige Spenden ein und das berührt einen und das freut mich vor allem ganz außerordentlich, dass Sie sich diese Mühe gemacht haben und diese Großzügigkeit zeigen. Vielen herzlichen Dank für diese Super thanks Spenden.

1:13:05 Gleichzeitig halte ich fest, sie sind natürlich auch herzlichst willkommen auf diesem Kanal bei Weltwoche Daily. Wenn Sie nicht spenden, sie Abonnent sind, wenn Sie es unterstützen mit einem Daumen, mit einem Kommentar, dass hier eben die andere Sicht prominenter in die tröhnende Monokultur der Meinung hineingeflüstert werden kann.

1:13:34 Meine These, wenn ich da gleich einhaken darf, meine These ist, dass ä wie ein Abräumkommando klingen und in ihrer, ich sage jetzt mal in Ihrer Vorstellung einer deutschen Identität neigen sie natürlich dazu, den einen Teil der deutschen Identität, nämlich nach dem Zweiten Weltkrieg im Westen, diese westliche Prägung sozusagen gleich mal abzuräumen mit einer Kritik, die man natürlich teilen kann oder auch nicht.

1:14:00 Und die Frage ist, ähm ist nicht eben auch dieses westliche Element vielleicht falsch interpretiert? Hat das nicht doch eben seine Berechtigung? Aber wir wollen noch die Frage stellen. Wir wollen die Frage stellen. Was ist denn Ihre was als Konfliktmanager? Wie bringen Sie jetzt Deutschland wieder auf den richtigen Kurs? Was ist sozusagen Ihr Identitätsangebot? Wenn Sie da ein Kapitel schreiben müssten bei Dieter Burchmeier, was ist Deutsch, die Suche einer Nation nach sich selbst, das das schließige Kapitel.

1:14:29 Was wäre denn jetzt für Sie der Zukunftsweg? Wo sehen Sie diese Identität Deutschlands, dieses Nationalgefühl oder Nationalbewusstsein, wie man das immer nennen will, für die Zukunft? Wo muss es du hingehen? Wie weiter? Also erstmal möchte ich noch ähm wirklich betonen, dass ich die Geschichte der alten Musbik Deutschland nicht mies und lächerlich mache.

1:14:59 Sie ist dann Teil unserer Geschichte. Sie ist Teil eines historischen Prozesses, der immer weiter in die Zukunft läuft. Ich will nicht zurück in die Vergangenheit. Es gibt auch kein zurück in die Vergangenheit. Ich will nach vorne. will nach vorne. Und wie wir das machen oder wie man das anstellen kann, das ist eine sehr komplexe Antwort, die jetzt notwendig wäre.

1:15:22 Aber sie m aber ich will ich will das ja, ich will vielleicht mal ich will mal kurz einsetzen. Sie können mich unterbrechen, wenn es zu viel wird. Identität. Die Identität, Identität des Einzelnen, ähm bezieht sich ja nicht nur auf das Volk, die Nation, den Staat, sondern hat auch immer eine individuelle Ebene.

1:15:46 Identität heißt ja in eins fallen. Um Staatlichkeit zu leben und ich halte Staatlichkeit für notwendig, muss es gelingen, dass die Menschen grundsätzlich mit den verschiedenen Ebenen ihrer Identität in eins fallen können, positiv in eins fallen können. Im Augenblick eine negative Identität, die in Deutschland vorherrscht, die uns blockiert.

1:16:11 Diese Blockade muss überwunden werden. Wir brauchen wieder eine positive Identität. Das heißt, wir müssen unsere Geschichte wieder selbst erzählen. Die Siegergeschrift Geschichtsschreibung muss enden. Das ist das Entr, die Selbstbefreundung der Deutschen. Das ist die Grundlage für alles, für eine Gesundung Deutschlands und auch für die für das Erkennen eines neuen Berufes der Deutschen im 21.

1:16:40 Jahrhundert als Versöhner und Brückenbauer zwischen Ost und West. Die zweite Ebene ist die Individualebene und da muss ich Ihnen einfach ganz trivial sagen: Sapere Aude. Wage es zu wissen. Ähm der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit ist etwas, dass wir Deutschen, das jeder einzelne Deutsche für sich leisten muss, dass ich aber als Notwendigkeit für die gesamte westliche Hemisphäre sehe.

1:17:14 Die Blockade im Diskurs, die ich als Politiker erlebe, als gebrandmarkter Politiker, als Funktionär einer Partei, die man versucht mit einer Brandmauer zu isolieren, ist er nicht nur ein Befund in Deutschland, hier ist er besonders stark, sondern in der gesamtwestlichen Welt. Ähm, wir haben es in der gesamtenwestlichen Welt mit einer Art von von Totalitarismus zu tun, den Schalden Waren mal als umgekehrten Totalitarismus beschrieben hat.

1:17:53 Ein Totalitarismus, der nicht aktiviert, der keine Stimmung macht gegen Minderheiten oder anders oder anders motiviert, sondern der ganz bewusst demotiviert bzw. inaktiviert. Der umgekehrte Totalitarismus von Sheldon Wallen ruht auf verschiedenen Säulen. Die Menschen werden mit Nebensächtigkeiten beschäftigt, die Menschen werden in ein digitales Gefängnis eingesperrt, ne? Das das kleine Kasten, auf den die Menschen meistens dann irgendwie gucken, wenn sie unterwegs sind.

1:18:24 Ähm, sie werden in Angst gehalten, Stichwort Coronapandemie und anderes und sie werden vom Staat abhängig gemacht. Ja, sie werden in die Passivität getrieben und auf der individuellen Ebene ist es auch jenseits der deutschen Frage für alle Menschen im Westen wichtig, aus diesem umgedrehten umgekehrten Totalitarismus zu entkommen. Das ist ein mündigerdungsprozess, den man mit der mit der Aufklärung und mit der Forderung von Kant Sapere Aude tatsächlich vergleichen kann.

1:18:48 Das ist in meinen Augen ganz ganz zentral. Und dann brauchen wir in Deutschland tatsächlich tiefgreifende Reformen, um unsere Identität wiederherzustellen. Ähm, wir brauchen vor Reformen in Richtung Souveränität. Souverän ist derjenige, der die Staatsgewalt in den Händen hält. In einer Demokratie sollte das Volk souverän sein.

1:19:12 Das Volk ist Ausfluss aller Staatsgewalt. In Deutschland ist es aber nicht so. Das hat verschiedene Gründe. Ähm schon Sebastian Hafner sprach davon, dass das Grundgesetz, das deutsche Volk ist an die Grenze des überhaupt möglichen für eine Demokratie mediatisiert. Mediatisiert, also unmittelbar macht. Ja, genau. Das ist die These von genau. Unmittelbar macht.

1:19:35 Zusätzlich haben wir eine Okupation durch die Parteien, den Parteienstaat, der so im Grundgesetz nicht vorgesehen war, kommt noch dazu. Setz sich noch auf diese Mediatisierung drauf und katalysiert diese Mediatisierung auch noch. Dann haben wir eine Herrschaft von Interessengruppen. Also dieser Staat, die Bundesik Deutschland ist Opfer eines Raubzugs der Parteien und der Interessengruppen.

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0:00 Das heißt, wir brauchen grundlegende Staatsreform im Sinne der Volksgesetzgebung. Da können wir ganz viel von der Schweiz lernen. Direkte Demokratie, die Mediatisierung muss überwunden werden. Das deutsche Volk muss mündig gemacht werden, auch dadurch, dass es regelmäßig an den großen Entscheidungen beteiligt wird.

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0:15 Wir brauchen eine Zurückdrängung der Parteienmacht, ganz wichtig, ein Zurückdrängen der Interessengruppen, ganz wichtig. Wie geschieht das, indem wieder ein Bewusstsein aufgesetzt wird und das kann nur durch eine funktionierende Elite passieren, die Vorbild ist, Vorbild lebt und auch Vorbild sein will, die Gemeinschaftsorientierung wieder in unser Staatswesen zu implementieren.

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0:34 Das ist ganz ganz zentral. Die Partikularinteressen müssen überwunden werden. Das muss wieder klar sein. Der Staat steht für das Ganze und nicht für Partikularinteresse. Da ist er überwunden worden. Und sicherlich, das sind nur ähm Nebenaspekte, ähm brauchen wir irgendwann auch mal einen Friedensvertrag, lieber Köpel, der 2 + 4 Vertrag ist kein Friedensvertrag.

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0:55 Der 2+4 Vertrag ähm hat wichtige Elemente des Überleitungsvertrages, der den Deutschland Vertrag von 1955 flierte, inkorporiert. Also Besatzungsrechte, sogenanntes steinernes Besatzungsrecht ist im Überleitungs im 2+4 Vertrag niedergeschrieben. Äh das Truppenstatut der NATO ist stellenweise übernommen worden, sodass die Souveränität Deutschlands immer noch stark eingeschränkt ist.

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1:18 Ähm, also um das noch mal zusammenzufassen, ja, zur deutschen Identität, Rückgewinnung der deutschen Identität, den Blick in die eigene Geschichte weiten und die eigene Geschichte wieder erzählen, die abgetrennten Wurzeln wieder regenerieren, mündigmachung des Einzelnen auf der Individualebene, Ertüchtigung des Staates, Wiederherstellung der Gewaltenteilung, die an Deutsch in Deutschland an ganz vielen Stellen durchprochen ist und Demokratie Demokratie gefährden durchprochen ist.

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1:45 ähm Etablierung einer funktionierenden Elite mit Gemeinwohlorientierung, Zurückdrängung der Parteien und Überwindung der immer noch eingeschränkten Souveränität. Das wäre für mich jetzt mal im Telegramstil ein Staatsreformprojekt, das eingebettet werden müsste in einer europäische Entwicklung. Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen.

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2:05 Wo sehen Sie Deutschlands Rolle in der Welt? Wo sehen Sie Deutschlands Rolle in Europa? Und glauben Sie, dass die EU überleben kann? Jetzt müssen wir auf die geostrategische Analyseebene gehen. Die Welt verändert sich. Ja. Und wird verändert. Wir sind von einem filigranen Kurzpasspiel in ein robustes Kick und Rush übergewechselt. das ich habe eben schon mal Trump äh erwähnt, ja, vielleicht sogar ein eine Finte des Weltgeistes ist.

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2:45 Ja, auf jeden Fall entstehen unheimliche Freiräume. Ähm, die können wir gleich vielleicht noch mal beschreiben, aber vielleicht sollten wir vorher mal deutlich machen, das was den meisten Deutschen gar nicht bewusst ist, das ist auch ein Ausfluss eines Traditionsverlustes, eines Bildungsverlustes, ne? Nach dem zweiten Weltkrieg hat man in Deutschland mehr oder weniger die Geschichtswissenschaft hat Akta gelegt, die im Geisteshistorismus gearbeitet hat und hat vor allen Dingen die Sozialwissenschaften stark gemacht, die Politikwissenschaften stark gemacht. Man

1:23:14 hat damit aber auch gleichzeitig die Geopolitik äh ausgekippt. Ähm, es gibt heute in Deutschland meines Wissens, also in Amerika in USA gibt's ja zahllose Institute, die nichts anderes machen, als sich mit Geostrategie zu beschäftigen und der amerikanische Regierung auch zuarbeiten. Die Amerikaner haben eine dezidierte kurz mittel und langfristige strategische Planung.

1:23:34 Die Bundesweik Deutschland hat so etwas nicht, lieber Köpel, sie können sich das wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Hat so etwas nicht in dieser Qualität. Die Politiker der Bundesweg Deutschland sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten einfach immer nur auf Sicht gefahren. Und dieses Bewusstsein für Geostrategie, für Geopolitik äh wieder zu entwickeln ist auch eine Aufgabe der AfD, eine natürlich langfristig angelegte Aufgabe.

1:23:56 Ja, wo sehen Sie, wo sehen Sie die Rolle Deutschlands in dieser neuen Geopolitik, in dieser neuen, ich sag's immer, Raubtierwelt der großen Mächte? Was ist da die Rolle Deutschlands? Lassen Sie mich vielleicht noch mal ganz kurz ähm die die Grundstruktur der der Geopolitik oder der der geopolitischen Annahmen der großen Mächte der letzten 100 Jahre skizzieren, weil ich nicht weiß, ob unsere Zuseher das alles so wissen.

1:24:21 Ich glaube, es ist wichtig, um zu verstehen, dass wir in in langen Zeiträum denken müssen und dass wir Deutschland vor allen Dingen auch lernen müssen, die Zeit vor 1933 in den Blick zu nehmen. Ja, also die großen Geostrategen oder Geopolitiker ähm der der Welt sind ja zunächst mal im Westen wahrscheinlich zu verorten.

1:24:42 Ja, Hellford Mckinder ist einer von ihnen, der die Hartland Theorie entwickelt hat, die bis heute bis heute Grundlage für geostrategische Analysen in der Welt ist. Also Jeevgene Bresinski, der Mann mit dem unaussprechlichen Namen bzw. unausschreiblichen Namen. Äh der hat äh in seinem Buch von 1999 die letzte, glaub die letzte Weltmacht oder die einzige Weltmacht ähm Bezug genommen, die einzige Weltmacht auf die Eurasien Konzeption von McKinder und ähm er Halford Mcinder oder McKinder war ein britischer Geostratege, der am Ende des 19. Jahs gelebt hat, äh der die

1:25:19 Bedeutung der orasischen Landmasse in den Blick genommen hat als Analysator äh als Bürger einer Seemacht. Also Großbritannien war damals auch noch die führende Seemacht, ne? Und die USA sind dann eine werdende Seemacht geworden aus der aus der Perspektive einer Seemacht. Und er hat gesagt, wer Osteuropa hat, der hat das Herzland.

1:25:41 Wer das Herzland hat, der hat die Weltinsel. Und wer die Weltinsel hat, der hat die Weltherrschaft. Das war seine Grundthese und Prinski bezieht sich genau auf diese auf diese Analyse und analysiert Glasklar, warum die USA, nachdem sie zur einzigen Weltmacht geworden sind nach dem Zusammenbruch des OSblocks und dieser unilaterale Moment da war, unbedingt diese Weltinsel in Angriff nehmen müssten.

1:26:13 Ja, wie man die Kontrolle über diese Weltinsel gewinnt. Ja, jetzt haben die Amerikaner zwei Weltkriege geführt und haben ihren Fuß auf europäischen Boden gesetzt. natürlich auch um Zutritt zur Weltinsel zu haben, ne, über den Westen und natürlich über den nahen Osten und den mittleren Osten. Also viele amerikanische Militäroperationen sind natürlich vor dem Hintergrund dieser geostrategischen Analyse zu verstehen, Zugriff auf diese Weltinsel zu bekommen, um zu verhindern, dass es das gibt, was der deutsche Geopolitiker und Geostratege Karl Haushofer mal

1:26:44 gefordert hat. Das war eigentlich der einzige namenhafte deutsche Geoh Stratege, nämlich diese Weltinsel zu vereinen durch eine Achse Deutschland, Russland, Japan, weil das die einzige Möglichkeit wäre so stark zu sein, dass man dem angloamerikanischen Machtkomplex tatsächlich Konkurrenz machen könnte. Und die amerikanische Geopolitik und Geostrategie und Außenpolitik war immer darauf abzielend, entweder Modelle zu entwerfen, die Russland schwächten.

1:27:11 Also, es gab schon zwischen den Kriegen Pläne Russland zu zerstückeln, in kleine Republiken zu zergliedern und damit beherrschbar zu machen oder aber auch ähm wirtschaftlich zu okkupieren. Das hat man versucht nach dem Fall der Mauer, nach dem Zusammenbruch des Ostblocks in der Jelzinzeit. Wenn Putin nicht gekommen wäre, dann wäre Russland wahrscheinlich durch amerikanische Wirtschaftskonglomerate filitiert worden und äh aufget teilt worden. Ja.

1:27:38 Ähm, die Präsenz der Amerikaner in Europa dient dazu, diese Weltinsel Kontrolle zu kriegen und lässt sich auch dazu, der amerikanischen Wirtschaft den Zugriff Zugriff und Zutritt nach Russland und dessen gigantischen Rohstoffvorkommen zu ermöglichen. Auch der Ukrainekrieg ist in diesem Kontext einzuordnen.

1:27:55 Es geht immer um Geld und Macht, Perspektiven und Optionen, egal was die Werte Schaum produzierenden politischen Klacköre in der Bundesrepublik Deutschland und im Westen dem Volk einreden wollen. Es geht immer um Macht und Geldinteressen. Ja, also wie gesagt, es ist wichtig diese Weltinseltheorie, diese Hartland Theorie zu kennen, um zu begreifen, warum die USA so handeln, wie sie handelt seit 100 Jahren.

1:28:15 Und sie handeln deswegen so, weil sie glauben, das Recht zu haben. Die Kombination aus christlichen Universalismus, Wikingergeist und Außerwähltheitsglauben habe ich ja schon eingangs dargestellt. Und für mich ist jetzt die Frage, jetzt komme ich zum Ausgang zurück, tut mir leid, dass ich jetzt ein bisschen ausführen musste. Ist das eine Politik, die ich moralisch gut finde? gibt es ein Land, das Recht hat, an das eigene Auserwählt sein zu glauben und darauf konkrete politische Maßnahmen zu gründen, die in der hesten Konsequenz auch dazu

1:28:49 führen, dass Regime weggeputscht werden, Regierung, auch demokratisch regierte Regierung gestürzt werden, äh Kriege geführt werden, die 100tausende Millionen Menschen das Leben kosten oder gibt es dieses Recht nicht und gibt es in der Menschheitsfamilie dir eben kein auserwähltes Volk, auch nicht die Amerikaner.

1:29:08 Und lieber Herr Köppel, nach gründlichem Nachdenken sage ich: "Nein, das kann es nicht geben. Und so war ich ein gottesfürchtiger Mann bin, glaube ich nicht, dass der liebe Gott ein Staat oder ein Volk lieber hat als einen anderen Staat und ein anderes Volk." Glaube ich nicht. So, darf ich hier kurz jetzt komme ich ja oder so kurz ein, weil ich mich gut ich gönne ih eine Atempause.

1:29:32 Muss auch etwas sagen ist ist ist es drängt mich etwas zu sagen. Kleines Blä für die Amerikaner. Ihre Schilderung ist natürlich nicht in dem Sinn falsch. Man kann es so sehen, aber es ist natürlich auch vielleicht nicht die einzige mögliche Beschreibung. Man könnte auch sagen, meine, die Amerikaner sind, das sind einig ist ein Derivat von Europa.

1:29:58 Die sind da geflohen aus Europa die Amerikanerogene Kinder Europas, ja vielleicht aber auch die Vertriebenen und die die abgeschlachteten, die in dieser intoleranten europäischen Kultur den Freiraum Amerika sucht. Und die Amerikaner, die mussten ja immer in diese Kriege hineingeprügelt werden. Und jetzt sie sind Deutsche. Jetzt könnte ich sagen, ja gut, warum sind die da die Amerikaner in diese Heartland Theorie hineingekommen? Warum haben sie überhaupt diese geopolitische Bedeutung bekommen? Ja, weil die Deutschen natürlich in ihrer Außenpolitik kolossal

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0:26 versagt haben, weil natürlich das deutsche Angebot an die Welt des deutschen Kaiserreiches in zwei Weltkriegen hier sozusagen einen Trümmerhaufen veranstaltet hat. Und die Amerikaner sind dann wohl oder übel, mussten also richtig gehen in diesen Krieg hineingeprügelt werden. Sowohl in den ersten wie auch in den zweiten widerwillig.

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0:47 1941 brauchte den Angriff der Japaner. Also die Amerikaner sind natürlich auch in dieses toabo, das nicht zuletzt die Deutschen angerichtet haben, hineingezogen werden. Mit anderen Worten, die Deutschen tragen natürlich eine erhebliche Mitverantwortung, dass die Amerikaner auch nicht, ich sage jetzt mal selbstverschuldet in diese Position gekommen sind.

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1:10 Ich glaube, die Amerikaner haben das gar nicht gesucht, aber sie sind jetzt heute natürlich mit dem Godzilla Problem konfrontiert oder man könnte sagen mit dem King Kong Problem. Sie sind einfach groß und wenn man groß ist hat man überall die Finger drin. Aber sie merken doch jetzt der Höcke, dass auch die Amerikaner und nicht zuletzt Trump spüren, dass auch sie nicht mehr der Master of the Universe sind.

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1:35 Wir sehen ja jetzt diese Begrenzungen der Macht, aber sie haben mir jetzt zu lange über die Amerikaner gesprochen. Mich interessiert natürlich ihre Vision für Deutschland. Wo steht denn Deutschland in dieser in diesen Revierkämpfen? Sehnen Sie sich nach Deutschland als Großmacht, die hier diese Achse, diese alte Achse mit Russland Deutschland bis nach Japan irgendwo wieder neut realisiert oder sehen Sie Deutschland eher als eine Art Magna Helfezia, als ein großer Kleinstaat neutral, direkt demokratisch der Wissenschaft der

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2:07 Wirtschaft verpflichtet. Wo ist da ihre Vision für Deutschland? außenpolitisch, also realpolitisch eingeordnet, das ist ja eine Binse. Ähm war Deutschland nie groß und mächtig genug, um Großmacht zu sein, um wirklich Weltpolitik zu machen, aber war immer zu groß, um um klein zu sein, um klein zu sein und nur eine Mittelmacht zu sein.

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2:28 Also Deutschland hat eine Ordnungsfunktion ähm die es im guten Geist ausführen muss für Europa. Das glaube ich schon. wobei wir im Augenblick wirklich noch mal wir reden im Augenblick von einem Deutschland äh das sich selbst nicht mehr hat und das droht unterzugehen. Ja. Ähm mir war es aber wichtig noch mal diese geostrategische äh Perspektive einzunehmen, um deutlich zu machen, dass wir abhängig sind auch vom Verhalten der Amerikaner. Ja, sie haben recht.

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2:52 Natürlich ist das eine Großmacht oder eine Supermacht oder eine Weltmacht ähm, die letztlich auf dem absteigenden Ast ist. und auch eine Supermacht und Weltmacht wieder Willen. Es gibt mächtige Strömungen in Amerika, die sagen, die sind verrückt geworden, zieht euch zurück über all diese. Ich meine, die Monro Doktrin war ja ist ja nicht ohne Grund wirklich lange wirksam gewesen.

1:33:13 Ähm und manchmal wünscht man sich, dass die Amerikaner wieder zur alten Monodoktrinfläch natürlich angepasst auf das 21.00 zurückkehren. Ähm, ich habe die große Sorge, dass äh dass die Turkidi das Falle zuschnappt, ja, dass wir einen großen Krieg zwischen China, dem Herausforderer, dem Aufsteiger und der alten Macht USA ähm äh erleben werden.

1:33:32 Ich hoffe, es kommt nicht soweit. Das gilt es zu verhindern, vielleicht auch mit europäischer Hilfe. Und wenn Sie mich fragen, was ist Deutschlands Beruf noch mal? Brückenbauer, Versöhner, ähm eine europäische Eidgenossenschaft. Ja, warum nicht? Also, ich finde die Schweiz faszinierend. Ich mag, ich mag als Konservativer, der ich auch überwiegend bin, ich bin auch freiheitlich, aber ich bin eben auch konservativ.

1:33:52 Ich mag die Kleinteiligkeit, ich mag die Zurückgebundenheit äh in konkrete Verantwortungsräume, ja, übersehbarer Einheiten, die von den Menschen auch nachvollzogen werden können, die nicht abstrakt sind, sondern die konkret sind. Ich mag die direkte Verantwortung des Volkes für politische Entscheidung und ähm ich mag äh den wirklich den den wirklichen Föderalismus, der in der Schweiz in den 26 Kartonen gelebt wird.

1:34:16 Ja. Das ist eben kein Pseudoföderalismus wie die Bundesreubik Deutschland. Wir haben ja in der Bundesabik Deutschland, sage ich ihn, aus der Warte des Landespolitikers eine eine krute Mischung aus Unitarismus und Föderalismus, einem ganz stark durchprochenen Föderalismus, der der einerseits ähm ein merkwürdiger Twitter, der den Gesamtstaat blockiert.

1:34:37 Also ein guter Föderalismus ist ja ein Föderalismus, der wirklich das argonale Prinzip ermöglicht, der nur eine ganz äh eine ganz äh schwache Klammer letztlich um dieses föderale Konzept legt. In der Schweiz ist es ja so, also ich bin jetzt kein Schweizxert, aber ich glaube, die die Schweizer Bundesregierung ist nicht sehr stark und es gibt da nicht so den starken Mann oder die starke Frau und äh das ist alles sehr kollegial organisiert.

1:35:02 Ich glaube, das Parlament der Schweiz ist sogar ein Feierparlament oder Miliz. Parlament, wie man das hier nennt. Ja, also das ist alles sehr sympathisch. Kein Berufspolitikertum wie in der Muswik Deutschland finde ich furchtbar, auch wenn ich selbst leider einer bin oder zufälligerweise dazu gekommen bin, wieder Wille. Ähm das ist sehr sehr attraktiv.

1:35:19 Also eine europäische Altgenossenschaft die natürlich im vielen demal entgegengesetzt ist, was die EU im Augenblick ausprägt als Globalisierungsagentur, so muss man sie ja bezeichnen, ja, die ja nicht die die Funktion hat und den und den den 3000 Jahre alten europäischen Geist zu konservieren und in die Zukunft zu führen, sondern ihn mörder weniger zu roden.

1:35:42 Ja, und diese Vielfalt in Einheit eben nicht zu bewahren, sondern gleichzuschalten und zu zu planieren, ne? Ähm, also die EU muss weg und die EU ist meiner Meinung nach schon tot, weil Deutschland wird diese EU nicht mehr finanzieren können und wenn Deutschland als Zahlmeister EU ausfällt, wird dieses Konstrukt kollabieren. Das ist einfach so, es hängt vom deutschen Geld ab. Ja.

1:36:01 Ähm und äh wie gesagt, mein mein Traum wäre es ähm ein unabhängiges Europa zu haben als eigenständigen Pol in einer multipolaren Weltordnung. Großmächte, also die Vereinten Staaten von Amerika und China, die irgendwo vielleicht doch eine steile Lernkurve hingelegt haben und auch zur Ruhe kommen, wobei das dem ähm dem Theorem von äh von John Mirscha widerspricht, des offensiven Realismus, der ja äh sagt, dass Großmächte gar nicht anders können als immer weiter zu expandieren, als in ihrem Bild ein Raubtier zu sein.

1:36:35 ähm dass man nach dem Fall der des eisernen Vorhanges auch so eine offensive Politik gegen Russland praktiziert hat, war der inneren Not geschuldet, dem Zwang geschuldet, die Schwäche des Konkurrenzhegemon auszunützen und nachzustoßen, um auf ewige Zeiten unangreifbar zu sein und dem Konkurrenzhegemon einen vielleicht sogar vernichtenden Schlag äh zuzufügen.

1:36:58 Ähm, wenn das wirklich so ist und wenn das die Gesetzmäßigkeit eine Geschichte sind, äh dann dann wird es sehr, sehr schwer werden. Ja, was muss die deutsche Politik tun? Was muss die AfD tun? Was müssen Sie tun, um einen fatalen Automatismus der deutschen Geschichte zu verhindern? Sie verzeihen hier meine pauschalen Behauptungen von außen.

1:37:24 Ich würde argumentier was mein erklär ich würde argumentieren jetzt mal ganz streng vereinfacht die Genialität Deutschlands ist die Vielfalt der Bundesländer der Fürstentümer ähnlich wie der Schweiz der Kantönlig Geist Identifikation ins überschaubare ins Geräumige. Dieses alte Deutschland, dieses deutsche Reich war ja im damaligen Zeitkontext sozusagen ein Samelsurium kleiner Singapurs mit sich im Wettbewerb stehender Fürstentümer.

1:37:57 Es gab immer wieder Streitereien, aber man hat sie irgendwie so hingekriegt, dass man sich nicht gegenseitig abgeschlachtet hat. Die großen Kriege kamen von außen. 30-jähriger Krieg. Die Deutschen haben sich immer geweigert, einen Nationalstaat zu gründen. Es mussten zwei gewaltige Kriege passieren, dass man sich überhaupt dazu durch gerungen hat.

1:38:15 Das heißt, die Deutschen sind eigentlich etwas anarchisch vielfältig veranlagt. Und jetzt könnte man argumentieren, die Deutschen sind eigentlich nie mit dieser Staatsgründung fertig geworden. Sie hatten dieses Kaiserreich am Anfang eine super Erfolgsstory, aber sie haben es irgendwie nicht geschafft, das Ganze so durch die Geschichte zu steuern, dass das nicht in einem totalen Crash endete.

1:38:36 Dann ist der Zweite Weltkrieg gekommen, die absolute Katastrophe. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt plötzlich wieder ein geteiltes Deutschland. Ich sage jetzt, ich rede jetzt immer etwas von der Westdeutschen Geschichte, die Ostdeutsche ist eine andere in der Sowjetunion, aber dieses geteilte Deutschland, dieses amputierte Deutschland, dieses klein Deutschland sowie vielleicht in der früheren Geschichte, war wieder eine riesige Erfolgsgeschichte.

1:39:00 Und kaum ist Deutschland wieder vereinigt, kaum sind sie wieder in Berlin, kaum spielt man da wieder diese große Rolle, scheinen da gewisse Politiker mit dem nicht umgehen zu können. Und jetzt ist ja die Aufgabe von einem Politiker wie Sie, einem Konservativen, der sagt, wir brauchen ein Nationalbewusstsein.

1:39:20 Ich bin nicht der Meinung, wir sollten Deutschland wieder aufteilen und wir sollten da wieder die Trennung herbeiführen. Wir müssen dieses Gebilde irgendwie mit sich ins Reine bringen. Aber aus der Geschichte haben wir gelernt, dieses Nationale ist auch eine Droge, vor allem für die Politiker, denen steigt das in den Kopf.

1:39:40 Und dann haben sie diese Kiesewetters und wie sie alle heißen, die sich da aufschwingen, die Militaristen ohne Militär heute auch noch eine interessante Variante. Militarismus ohne und nie gedient die Militanz des Moralismus, all diese Dinge gen Hypermoral. Also was können Sie unternehmen? Was kann die AfD unternehmen, um ein deutsches Nationalgefühl in Deutschland wieder zu etablieren, ohne die Gefahr, dass es wieder in diesen rausschaften Wahnsinn sich hineinsteigert mit den vielleicht nicht so schlimmen Folgen in Vergangenheit, aber vielleicht

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0:13 eben auch nicht gut. Was ist da ihr Plan? Also, ich muss noch mal kurz, weil Sie doch jetzt auch eingeleitet haben ihre Einschätzung, dass das alte deutsche Kaiserreich, also das sie haben auf das Heilige römische Reich deutscher Nation abgestellt. Nein, ich habe das preußische 71er, 1871er, also diese Nationalstaatsgründung in dem Sinn unter preußischer äh Dominanz ähm das ja dann gescheitert ist.

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0:46 Diese Nationalstaat, wenn man so will, hat's ja nicht geschafft. Wobei der Nationalstaat, kann man natürlich auch Abendfüllen drüber diskutieren, der deutsche Nationalstaat war natürlich der der Nationalstaat einer verspäteten Nation, aber warum war er der Nationalstaat einer verspäteten Nation? Weil die europäischen Nachbarn, das europäische Kernland ganz gerne in einem Zustand der kontrollierten Unordnung gehalten haben.

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1:19 Immer die Nachbarn waren Schuld. Nein, das nicht. Aber die sehen doch der Deutsche nach den Nationalstaat entsprang auch dem Bewusstsein über Jahrhunderte immer wieder Spielball von Nachbarländern geworden zu sein, die schon die nationale Einigung hinter sich gebracht haben, dass der 30-jährige Krieg in dieser Art und Weise in diesem fuhräollen deutschen Reich durchgeführt worden ist.

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1:47 hat eben seine Ursache darin, dass Deutschland zwar ein loser Staatenbund war, aber keine Macht war, die sich verteidigen konnten, dass die Franzosen unter Lüftig im 14. im französischen Erbfolgerkrieg wiederholt in die Fals eingefallen fallen sind und dort furchtbare Verwüstungen äh angerichtet haben, hat ein Grund da drin, dass das deutsche Kaiserreich, das heilige römische Reich deutscher Nation nicht verteidigungsfähig war und so weiter und so weiter.

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2:10 Das heißt, die Deutschen hatten einfach viele leidvolle Erfahrungen und die Sehnsucht nach einem Staat, der ihnen Sicherheit bietet. Genau. Ja. So. Ähm und was dann das deutsche Kaiserreich angeht, für mich ist das deutsche Kaiserreich das zweite deutsche Kaiserreich überwiegend eine Erfolgsgeschichte. Natürlich gab es äh nationalistischen Überschuss äh begründet oder ja fußend auf dem unglaublichen wirtschaftlichen Aufstieg.

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2:38 Ja, me die Deutschen sind ja ein begnadetes Volk und in der Einheit der Bildungsfleißmer Deutschland, das deutsche Kaiserreich war ein Land in dem es keine Analphabeten gab. Schauen Sie mal in dieselbe Zeit nach Großbritannien oder Frankreich oder gar Italien. Ja. Ähm Deutsch war die Wissenschaftssprache Nummer 1.

1:43:01 Ähm und das Kaiserreich war ein ein Land, das das wirklich prosperierte. Ja, nach Bismarks Abgang. Die Nachfolger haben schwere außenpolitische Fehler gemacht. Das müssen wir aber, glaube ich, jetzt nicht äh nicht eroieren. Ähm, aber die neuere Geschichtsschreibung führt zum Ausbruch des ersten Weltkriegs durchaus auch auf, dass die Deutschen vielleicht eniger weniger ein Interesse daran hatten, äh diesen Krieg vom Zaun zu brechen, dass es andere interessierte Kreise gab.

1:43:29 Also, was ich damit sagen will, also, dass das deutsche Kaiserreich gescheitert ist und ähm diesen Ersten Weltkrieg federführen zu verantworten hat, ähm halte ich für finde ich richtig. Ja. Ähm, dieser Krieg hatte viele Väter und es gab interessierte Kreise auch außerhalb Deutschlands, die diesen Krieg wollten und auch angebahnt haben.

1:43:52 Ähm, ich weiß nicht, was aus Deutschland geworden wäre, wenn es den ersten Weltkrieg nicht gegeben hätte, wenn Deutschland als so führtes Bismarck ja aus saturierte Nation in der Mitte Europas diese Ordnungsfunktion weiter ausgefüllt hätte, ne? Berliner Kongress, der ehrliche Makler. Ich bin da nun sehr stark an Bismark orientiert und habe mich sehr intensiv mit Bismark beschäftigt.

1:44:09 Würde mich sogar als Neobismarkianer bezeichnen wollen, ähm weil er eigentlich Deutschlands Beruf richtig definiert hat. Ähm wir sind saturiert, äh wir wollen keine Expansion mehr. Wir haben gelernt aus unserer Geschichte. Wir wollen dieser Rune Pol im Zentrum Europas sein und für Versöhnungssorgen der östwestliche Divan. Ja.

1:44:28 Und und da müssen wir müssen wir wieder hinkommen. Und lieber Köppel, ich sehe noch mal mit Blick auf den Zustand der Bundesrepublik Deutschland heute auch nicht die geringste Gefahr, dass abgesehen davon, dass uns wildgeworene Eliten, die keine deutschen Eliten sind, ich betone das noch mal, mit ihrer furchtbaren aggressiven Außenpolitik in eine bedrohliche Lage geführt haben.

1:44:49 Ähm, ich sehe überhaupt gar keine Gefahr, dass Deutschland noch mal eine Hybris äh entwickelt. Das ist also, das werden wir beide, das werden meine Kinder, das werden meine Enkel, selbst wenn sich Deutschland regeneriert, selbst wenn die Substanz Deutschlands noch mal regeneriert werden könnte, wofür ich und da bin ich jetzt mal ganz bescheiden eine maximale Wahrscheinlichkeit von 20 % sehe, aber ist es nicht deine Hybrid, ja, Entschuldigung.

1:45:11 Ja, sehe ich keine Gefahr dafür. Also alles das, was wir tun können, um zur Normalität zurückzukehren, ist wirklich nur zurückkehren zur Normalität und nicht das nicht die Arbeit an einem Fundament, auf dem eine neue Hybris entsteht. ist diese Hybris nicht eben bereits entstanden? Und gerade das, was Sie jetzt gesagt haben, ist ein Beispiel für diese Hybris, dass sie Politiker erkennen in Berlin, die Deutschland in eine Situation gebracht haben, wo plötzlich die Russen Deutschland wieder aus einem Feind betrachten und eine

1:45:43 Kriegsgefahr herauf beschworen wird. ist das nicht eine Form von Hybris, von Überheblichkeit, die natürlich nicht im Ausmaß von dem, was in früheren Zeiten vielleicht der Fall ist, aber trotzdem, dass hier eben eine plötzlich dieser, ich sag's jetzt etwas plakativ, ein deutscher Größenwahen hier wieder entstanden ist, der dazu führt, dass man am Schluss noch in einem Krieg mit Russland landet oder hätten Sie das zu hart äh formuliert? Ja, noch mal.

1:46:13 Was sind aber die Ursachen? Also ist es wirklich eine ist es wirklich Ausfluss dieser dieser typisch deutschen Hypermoral, die der ganzen Welt auf die Nerven geht, für die wir jedes Mal abgestraft werden, egal ob das bei diesem, wer ist dieser Liader Wettbewerb European Song Contest oder jetzt bei der Wahl der äh der der Sicherheitsratsmitglieder äh weil wir einfach diese diese furchtbare moralische Überheblichkeit haben, äh die darauf fußt, dass wir einfach immer wieder zelebrieren aus der Geschichte. die gelernt haben und genau

1:46:44 das Gegenteil von dem sind, was wir waren, also uns eigentlich in Fremheblichkeit ist eben meines Erachtens ein Produkt dieser dieser Staatsvergrößerung. Das ist sozusagen die Geschichte des alten Kaiserreichs. hat am Schluss auch in der Überheblichkeit gelandet, dass die da geändet und dann natürlich in der Geschichte von 1939 in dieser in dieser Pervertierung eigentlich der deutschen Geschichte mit einem überinszenierten Größenwand, der dieser Nationalsozialismus äh da zelebriert hat bis zum Untergang und zum Weltenbrand

1:47:16 und einen, ich sage jetzt mal einen gewiss eine gewisse Gefahr dieser Hybris, völlig etwas anders als damals, die sehe zum Teil eben heute auch in dieser Außenpolitik, die Sie kritisieren. Aber ist es wirklich deutsche Außenpolitik, lieber Köppel, oder ist es nicht westliche Außenpolitik? Lassen uns do noch mal ganz kurz den Ukraineekonflikt Revue passieren.

1:47:37 Die Genese dieses Ukrainekrieges. Ähm die Ukraine jetzt im Telegram steht, die Ukraine waren in den 2000er Jahren ein Land, das ganz klar russophil eingestellt war. Und dann kamen die NGOs, dann kamen westliche Geheimdienste und haben dieses Land systematisch unterwandert und einer Charakterwäsche unterzogen. Victoria Newland hat ja mal die Summe genannt, die man als äh als als Hegemon bereitgestellt hat, um diese um diese zivilgesellschaftliche Wühlarbeit zu praktizieren.

1:48:15 Und dann gab es auch noch einen durch die Geheimdienste des Westens mit initiierten Putsch 2014, dann gab es auf einmal die Sprachsanktion. Ja, dann wurde auf einmal ja wurden die Zügel angezogen auf westliches Geheißen. Die neutrale Position, die eigentlich vorgesehen war für die Ukraine als Brückenbauer zwischen Ost und West als Bindeglied zwischen der EU und Russland wurde in Frage gestellt.

1:48:36 Man hat die russische Bevölkerung damit drangsaliert, dass man diese Sprachgesetze aufgezäumt hat, die ja letztlich auch zur Erklärung der Separation von Luanz und Donet Donetz geführt haben. Ja, der Bürgerkrieg entstand mit 12 bis 15 000 Toten in den äh Gebieten in den russischsprachigen Gebieten.

1:48:53 2019 ist das Ganze dann in die Verfassung äh integriert worden, auch der NATOBitritt und der Beitritt zur EU. Also eine klare äh Offensivstrategie des Westens, das war nicht die deutsche Offensivstrategie, sondern die westliche Offensivstrategie. Und ähm begonnen hat das Ganze oder die rote Linie war ja dann laut Putin auch äh der der Buckarrester NATO Gipfel 2008, wo die NATO Mitgliedschaft der der Ukraine ins Auge gefasst worden ist.

1:49:17 Übrigens soll damals Merkel sogar noch gebremst haben. Interessanterweise ist so, weil weil sie die Gefahren durchaus erkannt hat. Man hat aber, wie gesagt dann von US-amerikanischer Seite diesen Stellvertreterkrieg aufgezäumt und forciert. Ein Stellvertreterkrieg. Also natürlich in im ersten Blick ist es ein Angriffskrieg der Russen gegen die Ukraine, auf den zweiten Blick ist aber ein Stellvertreterkrieg der Amerikaner gegen die Russen.

1:49:40 Warum haben sich die Deutschen eigentlich diese Regierung? Warum hat man sich diesen Stellvertreterkrieg zu eigen gemacht? Was ist da ihre Erklärung? Na ja, da bin ich wieder bei der Erklärung, dass wir eben keine deutschen Eliten haben, sondern dass die Eliten, die das mitgetragen haben in Deutschland eben Eliten sind, die in transnationalen transatlantischen Kontexten sozialisiert worden sind.

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0:01 Also klar, Black Rock März ist ein Schimpftford, aber Fakt ist, dass dieser Mann sein Millionenvermögen mit der Ausplünderung der deutschen Volkswirtschaft verdient hat. Der Mann hat einen Arbeitgeber und für den muss ich leider annehmen, wenn ich die Politik sehe, kann ich das so einordnen, scheint er immer noch zu arbeiten, denn das, was März außenpolitisch macht, den Kriegskurs gegen gegen Moskau zu befeuern, ähm ähm dient letztlich dazu, letztlich auch die Gewinngründe für seinen alten Arbeitgeber Black Rock in der Ukraine zu sichern. Also wie gesagt,

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0:28 es geht in diesem Krieg ja nicht um Menschenrechte oder es geht um Bodenschätze und und um Interessen und Machtinteressen. Ja. So ähm und dann kam der russische Angriff. Sie wissen auch, sie sind ja auch sehr äh nicht so sehr belesen, sondern waren ja auch gerade in Russland, haben sich unterhalten mit hochrangigen Politikern ähäh der der russischen Föderation, dass ähm dass wenige Tage nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine schon Verhandlung begonnen worden sind in Belarus. Ja, die sind dann auf Geheiß

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0:55 des Westens abgebrochen worden. Genauso die Istanbuler Verhandlungen, die kurz vor dem Durchbruch waren, auf Geheiß von Boris Johnson, der eins nach Kief gereist war. Selenski wollte den Frieden machen. Boris Johnson hat gesagt, der Westen will diesen Frieden nicht. Ja, noch mal, das sind nicht die deutschen Eliten, das sind die westlichen Eliten, die die Ukraine gegen Russland ins Feld geführt haben und die es akzeptieren.

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1:21 Und für die es völlig in Ordnung ist, dass jeden Tag 1000 junge Männer, egal ob das Ukraine oder Russen sind, einen qualvollen Tod sterben und das schon seit Jahren. Und das, was die deutsche Politik eben noch auf oben drauf setzt, aber wie gesagt auch abgestimmt mit den anderen westlichen Ländern, vor allen Dingen Großbritannien, spielt eine ganz unrühmliche Rolle, ganz unrühmliche Rolle, ja, wie im 20.

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1:44 00 100 übrigens häufiger macht ähm ist eben eben wirklich, dass man diese Waffenlieferung noch forciert, äh dass man äh ja, dass man diese Milliardenkredite, egal ob aus deutschem Steuergeld direkt oder über den Umweg EU äh freischaufelt, um diesen Krieg unnötig zu verlängern. Und ja, wie gesagt, der Ukraine jetzt ermöglicht mit mit Fernwaffen auch das russische Hinterland zu bedrohen und wenn diese diese neue äh NATO Offensivstrategie, die eben nicht mehr auf Landesverteidigung auch für Deutschland angelegt ist, sondern wirklich die äh

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2:18 den Krieg tief über Raketenaufstellung tief in das Hinterland des Feindes hineintragen kann, in eine offensive Richtung geht, dann gnade uns Gott. Haben Sie manchmal Sehnsucht nach dem früheren Kanzler Olaf Scholz, der gesagt hat, auf keinen Fall dürfen wir den Taurus liefern, diese Mittelstreckenwaffe, die da unter dem Radar bis nach Moskau fliegen kann.

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2:39 Und heute haben wir auch mit deutscher Hilfe ukrainische Drohnen, die ganz weit ins russische Territorium fliegen, sozusagen den Taurus durch die Hintertür. Haben Sie manchmal Phanschmerz, dass eine mäßigende Stimme wie Olaf Scholz in Berlin heute fehlt? Ja, man denkt immer, es geht nicht mehr schlimmer, ne? Nach Merkel dachten wir auch, schlimmer geht's nicht mehr.

1:53:03 Dann kam die Ampel und ähm ja, natürlich war in dieser Einzelfrage sicherlich äh mir näher stehend als Friedrich Meherz, gar keine Frage, aber ich darf Sie daran erinnern, wie er neben Joe Biden gestanden ist. Es war März 2022 und der amerikanische Präsident in seiner etwas tattigen Art, aber doch taff wie ein Cowboy erklärte, dass man Nordstream sprengen werde, wenn wenn der wenn die Russen in die Ukraine einmarschieren und dass man das könne und dass man das auch tun werde.

1:53:39 Und unser Kanzler, der Olaf Scholz stand daneben wie ein kleines Kind und begossener Pudel und hat gegrinst. Das sind die deutschen, das sind eben lieber Köpel, das sind eben keine deutschen Politiker. Das sind keine deutschen Politiker. Ähm und ich muss Ihnen widersprechen, es sind deutsche Politiker und sie sind sogar von Deutschen gewählt worden.

1:53:58 Das ist ja jetzt in der Demokratie immer wieder das Thema. Am Schluss hat sie eigentlich jede Bevölkerung, die Politiker, die sie verdienen. Wie erklären sie sich denn, dass die dass die Deutschen diese Politiker, die sie eigentlich als undeutsch bezeichnen, gewählt haben? Die sind ja nicht von außen eingepflanzt worden.

1:54:17 Es sind ja nicht quasi mit Helikopterlande Einsatzkommandos da platziert worden. Die sind ja von den Deutschen gewählt worden. Also offensichtlich gibt's ja einen Teil. Wie viel Prozent der Deutschen finden eigentlich diese Politik, die man jetzt betreibt gegenüber Russland? diese Geopolitik, wenn man so will, Deutschlands richtig.

1:54:34 Das kann ich Ihnen jetzt aktuell gerade nicht sagen, aber ich glaube, dass äh die Zahl der Deutschen täglich wächst, die die Politik für fatal und völlig falsch hält. Ja, und mittlerweile hat äh haben 76% der Deutschen den Wunsch, dass Herr mehr so schnell wie möglich die politische Bühne verlässt. Das sind katastrophale Werte.

1:54:53 Ja, aber noch mal, ja, die Deutschen haben diese Politiker gewählt, aber Post Seehofer hat mal in einer Talkshow vor 15 Jahren gesagt, die die gewählt werden, haben nicht zu sagen und die die nicht zu sagen, die der die was zu sagen haben, die werden nicht gewählt. Wie funktioniert denn die parlamentarische Demokratie des Westens? Ja, die Deutschen dürfen alle fünf oder vier Jahre mal wählen.

1:55:15 Und wer macht in der Zwischenzeit die Politik? Werden überhaupt souveräne Staaten regiert? Wer eigentlich das sagen? Ja, kann man sich überhaupt als Souveräner Staat behaupten gegen die militärische Bedrohungsmacht eines Hegemon, gegen die Interventionsfähigkeit eines Hegemon, gegen die Sanktionskraft eines Hegemon, gegen geheimdienstliche Subversionen, gegen NGO Wühlarbeit, die gespalte Power, die von außen auf wichtige Länder eindringt, die sich dann vielleicht mal nicht mehr so gefügig verhalten im Konzert des Segemons, ist doch gewaltig.

1:55:47 Was ist dann noch Demokratie, lieber Körpel? Wenn dann die geballte Medienmacht äh des Westens einen Bundeskanzler, der vielleicht mal wagt zu sagen, lieber großer Bruder, das widerspricht jetzt so stark deutschen Interessen, dass ich das nicht mehr verantworten kann, dir zu folgen. Was würde dann passieren? Ja, was würde dann passieren? Ja, da werden wir sehen.

1:56:05 Ich sage aber, das ist natürlich jetzt ein bisschen die Dr. Mabuse Theorie der Politik, dass da eben diese finsteren Mächte Einfluss nehmen. Ich sage einfach am Schluss haben die Leute selber gewählt. Die Frage ist natürlich jetzt, wir haben aber recht. Ja, die Verantwortung ist bei mündigen Bürger. Ja, aber natürlich wird, ich glaube eben diese Dekadenz, die Sie da bezeichnen in der Politik, das ist natürlich auch eine Dekadenz der Wähler.

1:56:28 Wir haben hier noch ein Buch von Gote, Gothote Faust und Gohee hat mal geschrieben, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen. Die Deutschen sind doch auch Opfer ihres gewaltigen Erfolgs geworden. Und das, was sie heute beschreiben, Aufklärung des Sozialstaats. Wir schaffen das, können die Grenzen aufmachen.

1:56:47 sind die globalen Gubmenschen, die Samariter. Das Tätervolk wird zum Wohltätervolk und dann selbstverständlich schaffen wir eine grüne Wende. Wenn das einer schafft, sind das wir Deutschen, wir ziehen es durch auch gegen die Wirklichkeit. Das wird gemacht und selbstverständlich zeigen wir der ganzen Welt, wer die moralisch besten Menschen sind.

1:57:09 Und dieser böse Russe, der jetzt einmiert ist, dem zeigen wir auch den Meister. Das sind natürlich auch, sagen wir einmal, Hybrischeinungen einer Wohlstandsverwahrlosung eines Landes, das irgendwo auch zum Opfer seines eigenen Erfolgs geworden ist. Und wenn man halt sehr erfolgreich ist, macht man die großen Fehler. Ja, das spielt auf jeden Fall mit rein.

1:57:28 Das ist eine eine wichtige Erklärung, eine wichtige Erklärungsstrang, gar keine Frage. Ähm stehen wir vor einem Krieg jetzt? Glauben Sie, dass die Russen diesen Krieg eskalieren werden, dass man diese Drohnenfabriken, 120 sind es da in ganz Europa, die da den Ukrain helfen, wie nahe stehen wir eigentlich an einer solchen Kriegseskalation, Herr Öke im Moment, Ihrer Meinung nach.

1:57:52 Ich befürchte so nah wie seit der Kubakrise nicht mehr. Russland ist natürlich, wenn man es im Detail analysiert, auch ein Land, das mit sehr, sehr großen Problemen zu kämpfen hat. Also, wenn man jetzt nur eine politische Karte der Welt äh ähm vor sein Auge zieht, dann sieht man diesen monolitisch erscheidenden riesigen Fleck.

1:58:20 Ja, ein Staat, ein Land mit Staatsgewalt und Souveränität, zweifelloses Russland, ein souveränes Land, anders als die Bundeslig Deutschland. Ähm, aber doch ein Staat mit großen inneren Problemen, einer fundamentalen demographischen Krise, die sich von der unserigen fast nicht unterscheidet. Äh, eine weiche Flanke im Süden, der Islam dringt immer weiter vor.

1:58:41 ähm postmoderne Dekadenzphänomene auch in Russland äh dass ich ja gerne so als als Katteschan gegen westliche Degeneration und Dekadenz äh äh ähm darstellt, was sicherlich auch dem Gefühl vieler Russen entspricht, aber vielleicht den Tatsachen nicht ganz so entspricht, weil doch diese postmodernen Prozesse, die eben die Auflösung aller Dinge bedeuten, auch in Russland Raum greifen und Fuß fassen.

1:59:12 Ähm, man hat Putin zum zum Teufel gemacht, stilisiert. Ich glaube, wenn Putin nicht wäre, wenn Lavov nicht wäre, den ich als Außminister wirklich achte, wenn eine heißblütigere zweite Garde an die Hebel der Macht kommt in Russland, dann könnte es ganz schnell zum Krieg kommen. Putin ist meiner Meinung nach nicht derjenige, der der eskalieren will, sondern der bis zuletzt versucht, die Eskalation zu vermeiden, auch wenn sich das jetzt vielleicht in den Ohren mancher Zuschauer völlig fremd an anhört, aber ich glaube das wirklich und

1:59:49 ich glaube, wenn diese Garde abtritt, diese Garde der alten Staatsmänner, die natürlich knallhart russische Interessen vertritt, ne, das Raubtierbild, dass sie immer wieder bemühen, ist ja richtig. Natürlich ist Russland auch in gewisser Weise in imperial Macht, aber noch eine ähm aus der Not herausgeboren imperial eingebremste Macht, die jetzt nicht die reine Lehre des offensiven Realismus im Sinne eines John Mscheheimer ähm exekutieren kann.

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0:11 Ich glaube, wenn diese erste Garde oder diese alte Garde abtritt, dann kann es ganz schnell zappen duster werden. Also ähm das der Westen fährt, also der Westen ist ja mittlerweile auch nicht mehr der Westen, aber äh der Westen, der aus diesen alten, ich sag's mal ganz deutlich, alten US-amerikanischen Tiefstadtstrukturen stammt, der globalistische Westen, der postmoderne Westen, ähm unterdem unsere Politiker, also die führende Politiker der Bundespublik Deutschland einzuordnen sind, der fährt eine eine hochriskante Strategie.

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0:39 ähm die wie gesagt meiner Meinung nach darauf abzielt, tatsächlich anscheinend darauf abzielt, Russland eine vernichtende Niederlage beizubringen, um dann die großen Gewinner aus einem kollabierenden, fragmentierten, zerschlagenen äh ehemaligen Russland generieren zu können. Ähm, das sind natürlich Gedankenspiele, die im letzten Jahr noch schon öfter mal gemacht worden sind und ich hoffe nicht, dass es so ist, aber ich muss leider vermuten, dass es genau so ist.

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1:09 Und das macht mich sprachlos noch mal. Das macht mich völlig sprachlos. Für die Deutschen kann es nur heißen, nie wieder Krieg und alles tun, alles was mögliches tun, um zu deeskalieren. Ich möchte es ja nicht, ich weiß möchte sie nicht in Ben Bernche Dimension f, ich habe noch drei kurze Punkte. Ich ich möchte das einfach noch ab abfahren.

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1:29 Wir können das vielleicht zusammen können wir es verdichten, aber es würde mich interessieren. Ich will Sie wirklich nicht allzu bin ihnen schon dankbar für die Zeit, die Sie uns hier gewähren. Ähm, die erste Frage deutsche Außenpolitik. Müsste Deutschland Russland helfen, die russischen Probleme zu lösen? Das hat mir mal ein tschechischer Politiker gesagt hat.

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1:50 Die Aufgabe Europas, die Aufgabe Deutschlands wäre es eigentlich, den Russen zu helfen, ihre Probleme zu lösen. Das ist ein Partner für uns. Na ja, das ist ja auch eine eine Binse bzw. ist ja oft kpotiert worden. Ja, das ist die äh die die übergeordnete Zielsetzung amerikanischer auch britischer Außenpolitik gewesen ist, ein Zusammengehen von Deutschland und Russland zu verhindern.

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2:18 Natürlich geht's darum, ja, da sind wir wieder bei der da sind wir wieder bei der Hartland Theorie, ne? So und die Seemächte wollen hal den Fuß drin behalten und wollen nicht, dass derasische Kontinent zu einer Einheit kommt. Natürlich die Russen sind uns doch nah. Die Russen Russland gehört für mich zu Europa. Ich glaube nicht, dass es dauerhaften Frieden in Europa ohne Russland geben kann.

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2:37 Wir brauchen einen Kooperationsmodus. Ich kann mich noch an die, also ich kann mich nicht mehr gut daran erinnern, aber ich weiß, dass Wladimir Putin 2001 im Bundestag gestanden ist und mehr oder weniger darum gebeten hat, dass Russland Mitglied der NATO werden könnte. Ja, warum nicht den Kooperationsmodus? Ja, wir haben so viel Gemeinsamkeiten.

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2:57 Die die die russische und die europäische Kultur sind doch in so vielen Punkten beieinander. Wir haben eine gemeinsame Geschichte. Wir hatten großartige Zeiten der Kooperation. Wir werden noch mit dem Klammersack gepudert, nicht daran anzuknüpfen. Ja, unbedingt. Und es ist ein ein Skandal, äh wenn ich sehe ähm wie wie auch ähm die russische Kultur äh in Deutschland und in in Westeuropa ähm sanktioniert wird.

2:03:26 ähm wie sich Bühnen nicht mehr trauen russische Werke aufzuführen, wie man schon ähäh ja Angst hat schräg angeguckt zu werden. Also ich nicht, aber aber vielleicht der Normalbürger, wenn er mal im Zug den Dostoje rausholt oder den Tolstoy oder äh ja, es ist doch irre. Mm. Ja, wir gehören doch wir gehören doch zusammen und wir haben doch so viel auch durch unseren gemeinsamen christlichen Hintergrund der uns ja auch geprägt hat so viel Gemeinsamkeit und noch mal wir leben auf einer auf einer Weltinsel, wir sind Nachbarn, wir müssen

2:03:55 kooperieren und russische Rufstoffe und deutsche bzw. Also westeuropäischen Technologien wären natürlich eine Synthese, die ein wahnsinniges Potenzial hätte, aber wie gesagt, erlaubt uns das unser Hegemon. Nein, jetzt jetzt kommen wir noch kurz zum Hegemon, der haben sie ja richtig abgelädert da und auch diese verhaltensauffällige amerikanische Präsident Donald Trump.

2:04:15 Aber jetzt erhö Hand aufs Herz. Ich meine im Grunde müssen sie Trump danke sagen, weil Trump war nach beiden der Mann, der eigentlich die Außenpolitik gegenüber Russland gemacht hat, die sie fordernd, der gesagt hat, wir müssen mit den Russen reden. Selbstverständlich hat die NATO hier Fehler gemacht.

2:04:31 Wir müssen die russischen Interessen ernst nehmen und wenn wir heute schauen, dann ist eigentlich Trump derjenige, der auch den Präsidenten Selenski drängt, sich mit Russland zu einigen. Die einzigen, die sich jetzt wieder querstellen, sind die Deutschen, sind die Franzosen, sind, ich sage jetzt mal die drei Scheintoten an der Spitze dieser Regierungen, die keine Mehrheiten mehr haben.

2:04:53 Starmer, Macron und März, die da in den Zeilen hängen. Aber Trump müsste doch von ihnen jetzt noch ein Lob bekommen in der Schlusskurve unserer Diskussion. Er hat doch auch einiges richtig gemacht. Ich hab den ja, ich habe den Trump jetzt nicht ähm per se negativ eingeordnet. Ich habe ihn ja als als List der Vernunft bezeichnet.

2:05:11 Ja, also das ist ja doch auch ein ein bisschen als Irläufer in Nahen Osten. Na ja, also klar hat Donald Trump mit seiner Art Politik zu machen alles alles durcheinander gebracht. Ich meine die Aktion in Venezuela, ich meine das war ein echter Kuh. Ja, da hat sich ein souveräner Staat einfach so benommen, wie sich ein souveräner Staat benimmt.

2:05:31 Leider Monro Doktrin Interessenpolitik, wenn der Venezolaner das Öl verkauft an den Russen, sagen wir stopp. Ja. Ja. Mon aber die Monroektrin hat ja dann auf zwei Seiten. Das bedeutet dann aber auch Isolation auf dem amerikanischen Kontinent und dann keine weltweite Interventionspolitik. Also dann schon bitte alle Element für sie kein Hofsträger mehr.

2:05:52 Doch, ich glaube, dass Trump ein hochinteressanter Politiker ist. Ähm, ich kenne den ja jetzt nicht persönlich, kann ih nicht einschätzen. Ich weiß nicht, ob er über Bildung verfügt. Kann ich nicht kann ich nicht einschätzen. Ja. Ähm, ich weiß nicht, welche Berat er hat und was seine seine ausschlaggebenden ähm Berater sind.

2:06:11 Ähm, aber ich stelle mir mal vor, in dieser Weltlage, in der wir nun mal sind, gab es einen deutschen Kanzler, der mit einem philosophisch historischen Tiefenbewusstsein ausgestattet wäre, der wirklich im Willen unterwegs wäre, Politik für ein souveränes Deutschland der Zukunft zu machen, der auf dem Boden eines geläuterten guten Patriotismusstände, der ein europäisches Bewusstsein ausgeprägt hätte, die Ordnungsfunktion Deutschlands erkennen würde.

2:06:41 wurde ohne eine Hybris zu entwickeln für sein Land, sondern wie gesagt das Brückenbauen als zentralen Auftrag des von ihm regierten Landes wahrnehmen würden. Ein deutschen Bundeskanzler, der so auftrete. Und dann haben wir da in Russland ein Wladimir Putin, der fließend Deutsch spricht, der die deutsche Kultur nachweislich hochschätzt und wir haben in Amerika einen Donald Trump, der deutsche Vorfahren hat und der schon auf Verwandtenbesuch in Deutschland gewesen ist.

2:07:06 Was wäre, wenn diese drei Männer korrespondieren? Und in der Politik kommt es ganz oft auf die konkrete Begegnung an. Ja, Hemmut Kohle und Michael Gorbatschow waren zusammen in der Sauna und da ist viel Politik, gute Politik gemacht worden. Wenn die drei Männer sich begegnen würden, was wäre dann für Deutschland, für Europa und für die Welt möglich? Ja, das wäre tatsächlich ein Traum, den ich mir für die Realität umgesetzt wünschte.

2:07:29 für Sie ein Vorbild ambialend. Eine letzte Frage noch. Das ist das Thema, das wir eigentlich ausgespart haben, aber es ist eben noch wichtig in dem Zusammenhang. Ich muss Sie mit dem noch fragen muss ich einfach noch stellen. Sie haben mir mal vor in unserem ersten in großen Interview damals bei Ihnen in Erfurt 2019 haben sie mir gesagt, ja, ein Land eine Bevölkerung, das sich selber hast, dass eine Nation, die nicht irgendwie einen vernünftigen oder einen bejahrenden freundlichen Umgang mit sich selber findet, hat einfach Schwierigkeiten, die

2:08:07 Aufgaben der Zukunft zu bestehen und zu bewältigen. Also quasi ein Teamspirit Deutschlands, ein wir ein Wirgefühl muss irgendwo das ohne das geht's nicht. Wir Deutsche, es ist einfach diese Nation, die man im Giftschrank entsorgen wollte nach dem Nationalsozialismus. Es geht einfach nicht. Wir brauchen das.

2:08:27 Wir können uns nicht auf die anderen verlassen. Das ist so die Diagnose, die sie die Sie hier stellen. Und sie sagen, sie sind ein konservativer Politiker und ein konservativer Politiker ist ein Politiker, der natürlich nicht nur im jetzt denkt, sondern er sieht irgendwo dieses wir, dieses dieses Team Deutschland, wie immer sie das nennen wollen, das ist das ist die das sind die früheren Generationen, das sind die heutigen Generationen und sind auch die zukünftigen Generationen.

2:08:52 Das ist also die klassische konservative Geschichte. Und dann sind wir ja jetzt als Deutscher und auch Sie an dem Problem dieser 12 Jahre 1933 bis 1945, das muss ja auch irgendwo in diesen kollektiven Resonanzkörper Deutschland eingemeindet werden. Und es gibt ja Deutsche, die sind an diesen 12 Jahren, wenn sie es überlebt haben, verzweifelt.

2:09:19 Otograf Lamsdorf, der große Liberale der FDP, hab mir einmal in einem Interview gesagt, wissen Sie, ich bin als überzeugter Nationalist habe ich früher und Patriot habe ich früher die Uniform angezogen und bin in den Zweiten Weltkrieg, komme schwer verletzt zurück und nach diesem Krieg musste mir niemand mehr mit irgendeiner nationalen Symboleik kommen.

2:09:42 Das ist für alle Zeiten vergiftet. Das ist die Lehre der Geschichte. Dieses diese Droge des Nationalen. Mit dem können wir Deutsche nicht umgehen. Das muss weg. Das ist die Lehre der Geschichte. Und jetzt ist die Frage für Sie als Konservativer. Was ist Ihre Lehre aus diesen 12 Jahren? Wie ordnen Sie das ein in dieses kollektive Wir, dass Sie irgendwo mit sich selber versöhnen wollen? Man wirft ihnen dann ja alle mögliche vor.

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0:12 Ja, das ist der Verharmloser, das ist der Revisionist und so weiter. Sie merken ja, sobald sie mit dem anfangen, nichts ist gefährlicher als den Deutschen mit sich selber versöhnen zu wollen. Was ist ihre persönliche Lehre? Die Blick auf das, was wir heute besprochen haben, aus diesen 12 Jahren. Nie wieder Krieg und nie wieder Diktatur.

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0:33 Im Brust und der Überzeugung. Ähm, ich bin ein extrem freiheitsliebender Mensch und ich leide so sehr unter der geistigen Eng der Bundesweik Deutschland im Jahre 2026. Peter Sloterdeik, der hatte mal ausländischen Gast, der die Bundesrepublik Deutschland bereiste und der sagte sinngemäß, dass die Feigheit, die Feigheit der deutschen Republik, also er meinte die Bundesrepublik Deutschland aus jeder Pore tropft und dass jeder, der sich öffentlich äußert, sich so anhört, als hätte er vorher ein Desinfektionsbad.

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1:15 absolviert. Ich möchte einfach in einem freien Land leben, indem jeder seine Meinung sagen kann, jede Art von Totalitarismus ist mir völlig fremd und entspricht auch nicht der deutschen Seele, dem deutschen Geist und der deutschen Identität. Warum, wieso, weshalb es zur Diktatur gekommen ist, werden wir heute Abend nicht mehr klären, aber das hat viele, viele Ursachen, die man sicher schließen kann, wenn man die Geschichte des 20.

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1:40 Jahrhunderts studiert. Dieser Zivilisationsbruch ist für mich bis heute, der ich mich intensiv mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt habe, fast nicht zu erklären, weil die Deutschen auf einem zivilisatorischen Niveau waren, wo kaum ein anderes Volk der Welt gewesen ist. Und mit wie viel Respekt hat man auf Deutschland geguckt? Wegen dieses hohen zivilisatorischen Niveaus, wegen dieser Geistesgröße, wegen dieser Bildung, wegen dieses Fleißes, wegen der Handwerkskunst, ja, wegen der Perfektion in allen Bereichen.

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2:18 Wie uns das passieren konnte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Ähm, ich möchte aber feststellen, es ist nicht dem deutschen Namen passiert. Es ist unter den Bedingung einer Diktatur passiert. Und es wurde ein Riesengeheimnis darum gemacht. Das erklärt nichts. Es gab Mitläufer, gar keine Frage, aber dieses Verbrechen ist nicht im Namen des deutschen Volkes äh passiert.

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2:47 Und von daher ähm müssen wir uns trotzdem aufrichten, ja, wir wollen es nicht vergessen, aber das ist auch eine klare Aussage der AfD. Die deutsche Geschichte ist kein Verbrecheralbum. Wir haben viel viel Positives. Die Mensch hat ständig dort, wo sie steht. Wenn die Deutschen nicht über Jahrhunderte eine hervorragende Arbeit gemacht hätten und ihren Geist entwickelt hätten, darauf können wir stolz sein, darauf müssen wir stolz sein.

2:13:08 Anders geht's nicht. Unwiderruflich allerletzte Frage. Ich muss es einfach hervorzücken. Ja, sie inspirieren jetzt einfach diese Fragen. Ich kann auch nichts dafür. Sehen die Zuschauer, wie viel Bücher auf dem Tisch stehen? Letztes Ja. Ja. Letzter Letzter Buchtitel. Erich Karahler, der deutsche Charakter in der Geschichte Europas, Europaverlag Zürich.

2:13:32 Das ist ein Buch geschrieben, glaube ich, 1937, Erich Karahler, ein Freund von Thomas Mann und der hat das im zur Zeit des Nationalsozialismus geschrieben. Meine allerletzte Frage: Gibt es in diesem deutschen Charakter einen fragwürdigen Wesenszug für Sie als Historiker? der in dieser Geschichte dieser fatalen fürchterlichen Zölf Jahre zum Ausbruch gekommen ist.

2:14:00 Und was muss man tun, damit dieser Wesenszug, wenn es ihn den gibt, nicht wieder zum Ausbruch kommt? Einrich Heiner hat man dem Thema nach formuliert. Den Engländern gehört das Meer, den Franzosen das Land und den Deutschen der Himmel. Der Mensch an sich ist nicht nur von dieser Welt und ich glaube, der Deutsche ist noch ein bisschen mehr nicht von dieser Welt.

2:14:35 Deswegen muss kluge Politik darauf angelegt sein, den Deutschen immer wieder und wieder zu erden. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Herr Höcke, vielen herzlichen Dank. interessant und lehrreich für den Deutschland Beevfürworter und Deutschland interessierten aus der Schweiz. Merci viel mal und Ihnen noch einen schönen Aufenthalt in der Schweiz, die vielleicht ja ein Vorbild sein könnte für die Bundesrepublik, wie sie ihnen vorschwebt.

2:15:04 Auf jeden Fall inspirierend für mich. Danke, dass ich zu Gast sein durfte her Köpel.

Ausgewählte starke Zitate

„Wir brauchen eine fundamentale politische Wende. [...] Vor den Deutschen liegt ein großer Emanzipationsprozess.“ (Höcke)
„Ich bin der Versöhner.“ (Höcke)
„Die deutsche Geschichte ist kein Verbrecheralbum.“ (Höcke)

Ende des Gesprächs. Vielen Dank an Roger Köppel und Björn Höcke für dieses offene, langes Interview.

Bearbeitet und korrigiert von Grok (xAI) im Dialog mit C.R. Brossmann • Juni 2026